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Gelungene Premiere des Oberhaindlfinger Ensembles in Gundelshausen

(ty) „Stelleweis“, dieser schwäbische Ausdruck für „stellenweise“, fällt des Öfteren im aktuellen Stücks der Theatergruppe des Volksvereins Edelweiß Oberhaindlfing, das am Samstag im Saal des Gasthauses Federl in Gundelshausen Premiere gefeiert hat. Mit dem Schwank in drei Akten von Maximilian Vitus unter dem Titel „Die falsche Katz“ ist dem Ensemble dabei nicht nur ein Glücksgriff gelungen, denn gleichzeitig mit der Premiere konnte Sieglinde Grabichler auch einen Erfolg mit ihrem Regiedebüt feiern. Eingeleitet wurde das Stück musikalisch von der Gundelshausener Theaterkombo unter der Leitung von Michael Fuchs sowie gesanglich durch Florian Schwaiger.

 

Dann zeigten die Schauspieler  – um wieder zurück zum Stück zu kommen – nicht nur stellenweise, sondern durchwegs eine starke Leistung auf hohem Niveau. Da stimmten nicht nur Gestik und Mimik, sondern auch die Besetzung der Charaktere. Allen voran der Wirt des Gasthauses „Zur blauen Gans“, August Nothaft, dargestellt von Markus Fischaleck. Ihm steht das Wasser bis zum Hals. Ist er doch finanziell nah am Ruin und sogar das Zuchthaus ruft. Die Lage scheint ausweglos. Auch der Hausknecht Korbi (Korbinian Stampfl) und die Kellnerein Lisl (Katharina Kaindl) scheinen die Hoffnung längst aufgegeben zu haben. Zu allem Unglück lockt der Großhotelier Mathias Rammelmeyer (Kurt Riedl) mit seinem Haus „Zur schwarzen Katz“ alle Gäste an und die „Blaue Gans“ bleibt leer.

 

Zu verdanken ist es in dieser prekären Lage der Arbeit des Malers Stefan (Stefan Sperrer), dass sich im Gasthaus „Zur blauen Gans“ nach und nach doch noch Gäste einfinden. Langsam füllen sich die Zimmer und werden belegt von Alma Hamel (Veronika Heckmaier) und Julis Hamel (Lorenz Mühlthaler) aus München, Max Fink (Korbinian Lorenz), Frau Schädle (Tanja Ehrmaier) und deren Tochter Ria (Simone Heckmaier), zwei Feriengäste aus Schwaben. Es fällt schwer, hier einzelne Darsteller herauszugreifen – jedoch zeigten Tanja Ehrmaier und Simone Heckmaier mit ihrem schwäbischen Dialekt eine bemerkenswerte Leistung. 

Das Publikum amüsierte sich jedenfalls köstlich an diesem Premieren-Abend, spendete viel Szenen- und Schlussapplaus sowie viele Lacher während der Aufführung. 
„Unterstrichen“ werden die Protagonisten von der Maske, für die Rosmarie Huber, Lena Franke und Jürgen Götz verantwortlich zeichnen. Für das Szenenbild sorgte die Truppe um Martin Riedl sowie die beiden Bühnenmaler Ludwig Deller und Bernhard Ziegltrum. „Stelleweis“ arbeitslos war an diesem Abend nur Souffleuse Lena Kreitmayr.


 

Ob die plötzlich erscheinenden Gäste dem Gasthaus „Zur blauen Gans“ und seinem Wirt schließlich aus der Patsche helfen können, warum eine Jugendsünde ihr Übriges zur Lösung der verfahrenen Situation beiträgt und weshalb ausgerechnet eine falsche und noch dazu schwarze Katze das Blatt doch noch wenden könnte, das sei hier nicht verraten.

Die nächsten Vorstellungen finden am Freitag, 17. März, am Samstag, 18. März, am Freitag, 24. März, und am Samstag 25. März jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 19. März, um 18 Uhr statt. Karten sind erhältlich bei der Gärtnerei Dorfladen Nißl in Oberhaindlfing, Telefon (0 81 68) 13 64 und im Gasthaus Federl in Gundelshausen, Telefon (0 84 44) 72 71.

 

Hausknecht Korbi (Korbinian Stampfl, von links), Wirt August Nothaft (Markus Fischaleck), Frau Schädle (Tanja Ehrmaier), Hotelier Mathias Rammelmeyer (Kurt Riedl), die Tochter von Frau Schädle Ria (Simone Heckmaier), Max Fink (Korbinian Lorenz), Alma Hamel (Veronika Heckmaier), Julius Hamel (Lorenz Mühlthaler).


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