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Audi hat heute seine neue Fertigung im Landkreis Pfaffenhofen eröffnet: Mit 800 Mitarbeitern werden hier leichte Karosseriebauteile, Fahrwerkkomponenten sowie warm- und kaltgeformte Pressteile produziert

(ty/zel) Audi hat heute Nachmittag seine neue Fertigung in Münchsmünster eröffnet. Damit baut das Unternehmen seinen Heimatstandort Ingolstadt weiter aus. Im Industriepark Münchsmünster entstehen ab sofort Karosserie- und Fahrwerkkomponenten mittels neuer, innovativer Technologien. Etwa 800 Audi-Mitarbeiter arbeiten künftig in Münchsmünster, rund 250 Arbeitsplätze schafft der Autobauer dabei nach eigenen Angaben neu. Zum Festakt waren heute Nachmittag mehr als 300 Gäste gekommen, darunter der Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf und der Münchsmünsterer Bürgermeister Andreas Meyer sowie zahlreiche weiterer politische Vertreter aus der Region.

Der Blick auf den neuen Audi-Standort über den Einfahrtsbereich hinweg.

 

Im Industriepark Münchsmünster entsteht ein Audi-Kompetenzzentrum für die Produktion von Karosserie-Strukturbauteilen aus Aluminiumdruckguss, von warm- und kaltumgeformten Pressteilen sowie von Fahrwerkkomponenten. Die neue Fertigung, in die das Unternehmen einen Betrag im unteren dreistelligen Millionenbereich investiert, ist nach eigenen Angaben „ein weiterer Baustein in der Wachstumsstrategie von Audi“ und soll zudem das Stammwerk in Ingolstadt entlasten.

Frank Dreves, Produktions-Vorstand bei Audi, unterstrich die Bedeutung des neuen Standorts Münchmünster.

 

„Wir haben eine hochmoderne Fertigung aufgebaut, ausgerüstet mit den neuesten Technologien”, erklärte Frank Dreves, Vorstand für Produktion bei Audi. „Mit den Bauteilen, die wir hier herstellen, werden wir unseren konsequenten Leichtbau weiter perfektionieren und Münchsmünster zu einem wichtigen Hochtechnologie-Zentrum entwickeln.” Die formgehärteten Stahlblech-Komponenten und die Aluminiumdruck-Gussteile vereinten geringes Gewicht mit hoher Festigkeit und höchster Präzision. „Mit den neuen Produktionsmethoden, die wir nutzen, verschieben wir die technischen Grenzen und treiben unseren Vorsprung voran“, so Dreves.

Audi wird die Produktion an dem neuen Standort stufenweise hochfahren. Im Jahr 2016 werden dann etwa 800 Beschäftigte in Münchsmünster arbeiten, unter ihnen rund 250 neu eingestellte. „Wir schaffen in unserer Heimatregion neue Stellen und besonders attraktive Arbeitsplätze im Bereich dieser Zukunftstechnologien“, sagte Peter Mosch, der Gesamtbetriebsratvorsitzende bei Audi. Die neue Fertigung trage dazu bei, „den Standort noch stärker zum Leitwerk im Audi-Konzern zu entwickeln“.

Arne Lakeit, Chef der Produktions- und Werksplanung bei Audi, erläuterte das neue Werk.

 

Der Aufbau der neuen Fertigung ist planmäßig und zügig verlaufen, wie es aus dem Unternehmen heißt. Er begann im Sommer vergangenen Jahres – jetzt starten die Fahrwerkkomponenten- und Strukturbauteile-Fertigung sowie die Aluminiumdruckgießerei in den Vorserienbetrieb. Zu den großen Vorteilen des Areals in Münchsmünster, das insgesamt 42 Hektar umfasst, gehöre nach Darstellung des Unternehmens neben der Nähe zum Hauptwerk auch die gute Verkehrsanbindung über die Bundesstraßen B 16 und B 16a. Ein Gleisanschluss zur Bahnlinie Ingolstadt–Regensburg sei geplant.

Werkleiter Peter Kössler schilderte unter anderem die Lieferströme, die von Ingolstadt und Münchmünster ausgehen.

 

In allen drei Gewerken werden In Münchsmünster Energie und Wärme zurückgewonnen; die Reinigung von Abluft und Abwasser sowie der Schallschutz liegen auf dem neuesten Stand der Technik. Eine Energiezentrale, ein Gesundheitszentrum und eine Feuerwache komplettieren die neue Fertigung. Ihre Anlagen kommen zum größten Teil von deutschen Maschinenbau-Unternehmen, aber auch aus Österreich, der Schweiz und Dänemark sowie aus Italien und Spanien, wie der Autobauer mitteilt. Die Bauausführung habe weitgehend in den Händen regionaler Firmen gelegen.

Symbolischer Moment: Mit dem gemeinsamen Drücken des Startknopfes war der neue Audi-Standort dann auch offiziell eröffnet.


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