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Ab morgen wird der alte Heizturm auf dem Münchner McGraw-Gelände fachmännisch zurückgebaut. Die Maßnahme kostet 1,9 Millionen Euro und dauert bis Ende November.

(ty) Ab Morgen wird der fast schon historische Heizturm auf dem Areal der ehemaligen McGraw-Gelände an der Tegernseer Landstraße in München-Obergiesing abgerissen. Er hat für die Funktionsfähigkeit der stillgelegten Heizanlage keinerlei Bedeutung mehr und liegt bereits seit den 1980er Jahren brach. „Aufgrund der schlechten Bausubstanz entstehen vom Turm erhebliche Gefahren durch herabfallende Teile“, heißt es von der Polizei.

 

Das Staatliche Bauamt München hat jedenfalls festgelegt, dass der Turm wegen der Bebauung im Nahbereich nicht gesprengt werden kann, sondern dass ein fachgerechter Rückbau erfolgen muss. Die Arbeiten werden bis Ende November dieses Jahres dauern. Die Gesamtkosten für die Maßnahme werden auf stolze 1,9 Millionen Euro beziffert. Der Schutz der Tier- und Pflanzenwelt wird dabei beachtet. Der Nistplatz des Wanderfalken wurde umgesiedelt.

 

Der Heizturm in Anbindung an das Heizhaus diente in den 1930er Jahren der Entrauchung von vier großen Kohle-Öfen, die Heizanlage wiederum der Beheizung des kompletten Areals als zentrales Heizkraftwerk. Über die Tunnelsysteme wurde die Wärme zu den einzelnen Gebäuden des Kasernen-Areals verteilt. Im Grunde handelte es sich um ein für die damalige Zeit sehr moderneres Nah- und Fernwärmenetz.  

Beheizt wurde seinerzeit wiederum ganz unökologisch mit Kohle. In Spitzenzeiten wurden täglich bis zu sieben Tonnen verheizt. Diese Mengen wurden über ein System an Einbringschächten und Förderbändern zu den Öfen gebracht. Nach Angaben von Augenzeugen kam anschließend der Ruß zum Teil in Giesing wie Regen herunter.


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