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FCR verliert das Spitzenspiel der Fußball-A-Klasse 3 gegen Ringsee, SVE schießt Fatih Ingolstadt II ab.

Von Alexander Kaindl

Die FT Ringsee gewinnt auch das Gipfeltreffen gegen Rockolding (2:0) und ist somit neuer, alleiniger Tabellenführer der A-Klasse 3. Der TV Vohburg verliert nach seinem 3:3 gegen Pförring ein wenig den Anschluss, auch der SV Irsching-Knodorf ließ beim 3:3 gegen Engelbrechtsmünster Federn. Ebenfalls ein Remis gab es für den SV Oberstimm (1:1 gegen Zuchering II), der TV Münchsmünster feierte dagegen einen wichtigen 3:0-Erfolg im Abstiegskampf gegen Ingolstadt-Nord. Die Spielberichte vom heutigen Nachmittag:

SV Zuchering II – SV Oberstimm 1:1 (1:0) 

Es sind genau diese Punktverluste, die Oberstimms Spielertrainer Butrint Iberdemaj so ärgern. „Es ist exakt das passiert, wovor ich gewarnt habe: Wenn wir nicht 100 Prozent geben, dann gewinnen wir nicht. Die erste Halbzeit war die schlechtete, die ich hier in Oberstimm erlebt habe.“ Dabei sah er die Platzherren im Glück, schon nach sechs Minuten musste Zucherings Schlussmann Manuel Pachinger die Notbremse ziehen, kam aber mit Gelb davon. So ging es mit Elf gegen Elf weiter, Stephan Fischer besorgte kurz vor der Pause die Führung für den SVZ (38.).

„Wir sind dann erst Mitte der zweiten Halbzeit aufgewacht“, sagte Iberdemaj. Er selbst besorgte per verwandeltem Foulelfmeter den Ausgleich (78.), mehr wollte aber nicht mehr gelingen. „Die Leistung war nicht zufriedenstellend. Wir wollen in solchen Spielen gegen Mannschaften von hinten einfach nicht den Extra-Meter gehen und dann spielst du halt nur 1:1.“

FC Fatih Ingolstadt II – SV Ernsgaden 2:10 (0:3)

Es ist ein Ergebnis, das man auch nicht alle Tage sieht: Der SV Ernsgaden schlägt den FC Fatih Ingolstadt II im Krisengipfel der A-Klasse 3 mit 10:2. Wie hoch der Sieg am Ende war, wird dem SVE fast egal sein. Wichtig waren die drei Punkte, die die Rot-Weißen nach dem Rücktritt von Spielertrainer Zeqir Bajraktari nun auf Platz elf katapultieren. „Ich bin mit dem Ergebnis natürlich sehr zufrieden“, erklärte Sprecher Daniel Gmeiner. „Es war nicht die beste Leistung, aber wir haben all unsere Chancen eiskalt ausgenutzt. Der Sieg war wichtig für den Kopf.“

Kai-Uwe Köber eröffnete den Torreigen (9.), bis zur Pause legten Refki und Zeqir Bajraktari, der dem Verein nach wie vor als Spieler zur Verfügung steht, nach (34., 45.). Im zweiten Durchgang ballerte sich Ernsgaden dann den Frust der bisherigen Saison von der Seele: Florian und Stefan Brandmeier stellten zunächst auf 5:0 (50., 59.), Patrik Zimmermann (63., 89.), Christian Hufnagel (69.) und erneut Zeqir Bajraktari (71., 88.) machten die Zehn voll. Für das weiterhin sieglose Schlusslicht aus Ingolstadt betrieben Umut Gündogan (68.) und Mohammad Issa (81.) zwischenzeitlich Ergebniskosmetik. 

FC Rockolding – FT Ringsee 0:2 (0:0)

Es hat nicht sollen sein: Der FC Rockolding musste im Spitzenspiel gegen Ringsee eine 0:2-Schlappe hinnehmen. Damit rutscht die Mannschaft von Spielertrainer Andrej Kubicek auf Platz zwei ab. „Ringsee hat es heute einfach intelligenter gemacht“, musste Abteilungsleiter Tino Weinzierl zugeben. „Wir haben alles versucht, leider war nicht mehr drin.“

Tore gab es erst im zweiten Abschnitt: Dominik Vetter (48.) und Ringsees Top-Torjäger Tobias Zeller (57.) ließen den Gäste-Anhang jubeln. Rockolding konnte im Anschluss nicht mehr zulegen. „Wir hatten leider auch keine Chancen mehr. Ringsee ist defensiv schon sehr gut gestanden“, berichtete ein enttäuschter Weinzierl. Für seine Mannschaft gelte es nun, am kommenden Wochenende gegen den TSV Ingolstadt-Nord wieder in die Erfolgsspur zu finden.

TV Münchsmünster – TSV Ingolstadt-Nord 3:0 (1:0)

Big Point für den TV Münchsmünster: Im Kellerduell gegen den TSV Ingolstadt-Nord gelang der Truppe von Albert Mayr ein 3:0-Erfolg. So kann der TVM immerhin zwei Zähler zwischen sich und den ersten Abstiegsplatz schaffen. „Wir waren von Anfang an aktiv und auch die bessere Mannschaft“, resümierte der Coach. „Es war ein verdienter Sieg.“

Ibrahim Abd Alghfor brachte die Platzherren noch vor der Pause in Front (33.), der eingewechselte Moritz Pichlmaier legte nach dem Seitenwechsel nach (68.). In der Schlussphase sorgte Tobias Schmid dann für die Entscheidung (84.). Münchsmünster springt durch den ersten Heimsieg der Saison auf Platz Zehn, Ingolstadt-Nord rutscht auf Rang Zwölf ab. 

TSV Pförring – TV Vohburg 3:3 (2:2) 

Der TV Vohburg führte in Pförring schon mit 2:0, am Ende muss er froh sein, überhaupt noch einen Punkt mitnehmen zu können. „Das ist natürlich nicht das Ergebnis, was wir uns erhofft hatten“, ärgerte sich Spielertrainer Fabian Burchard. „Im Moment funktioniert das, was wir uns vornehmen, einfach nicht. Wir sind nicht bissig genug.“ Dabei zeigte der TV zu Beginn seine Zähne, Fabian Neumayer (2.) und Andreas Keller (33.) sorgten für eine 2:0-Führung. Diese egalisierten die Pförringer Benedikt Pöppel (34.) und Marcus Dußmann (38.) jedoch postwendend.

Nach der Pause drehte Dußmann die Partie komplett (60.), ehe Neumayer doch noch für das 3:3 sorgte (85.). Es war bereits das 21. Saisontor des Vohburger Wunderkinds. Durch das Remis beträgt der Rückstand auf die Spitze nun fünf Zähler, allerdings hat die Burchard-Elf noch eine Partie weniger als die direkten Aufstiegs-Konkurrenten Rockolding und Ringsee. 

SpVgg Engelbrechtsmünster – SV Irsching-Knodorf 3:3 (1:2)

Nichts für schwache Nerven war das 3:3 zwischen der SpVgg Engelbrechtsmünster und dem SV Irsching-Knodorf. Am Ende sollte Schiedsrichter Werner Thorwarth im Mittelpunkt stehen. „Das, was er sich hier heute geleistet hat, ist eine absolute Frechheit“, schimpfte Irschings Spielertrainer Joachim Schuffert. „So eine Schiedsrichter-Leistung, die ein Spiel regelrecht entscheidet, nimmt dir jeden Spaß am Fußball, ob als Spieler oder auch als zahlender Zuschauer.“ 

Was war passiert? Nach Toren von Schuffert (12., 0:1), Thomas Breitmoser (19., 1:1), Philipp Lederer (41., 1:2), Ibo Miller (48., 2:2), Sebastian Diepold (60., 2:3), einer Roten Karte nach einer Tätlichkeit für Miller (62.) und einem gehaltenen Elfmeter von SpVgg-Keeper Kevin Beringer gegen Michael Amann stand es 3:2 für Irsching. „Nach einem normalen Laufduell gab es dann Elfmeter für Engelbrechtsmünster“, schilderte Schuffert. „Beide Mannschaften und auch die zahlreichen Zuschauer waren sehr überrascht.“ Tobias Wagner wars wurscht, er verwandelte zum Ausgleich für die Platzherren (78.). In der Folge sah sich der SVI weiterhin klar benachteiligt: „Nach einem klaren Foul an Michael Amann hätte es für uns Elfmeter geben müssen“, so Schuffert. „Und auch, als der Ball mit der Hand zur Ecke geklärt wurde, blieb der Pfiff aus. Letztlich fehlte uns die Konsequenz, das Spiel früher zu entscheiden. Engelbrechtsmünster war ein guter Gegner, aber der Sieg wäre für uns auf alle Fälle verdient gewesen.“ Auch SpVgg-Coach Maikl Winter musste zugeben: „Die Schiedsrichter-Leistung war auf beiden Seiten grenzwertig. Er hatte sicher nicht seinen besten Tag. Im Großen und Ganzen geht der Punkt für uns aber in Ordnung. Wenn man eine halbe Stunde in Unterzahl gegen Irsching spielt und noch zum Ausgleich kommt, kann man mehr als zufrieden sein. So kann man sich im Mittelfeld der A-Klasse festigen.

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