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In der Frage um den Fortbestand eines Museums für religiöse Volkskunst und Volksfrömmigkeit zeichnet sich jetzt eine zukunftsfeste Lösung ab – der Anbau der Spitalkirche

Von Alfred Raths 

In einer nichtöffentlichen Kuratoriumssitzung am heutigen Abend wurde darüber beraten, wie es mit dem Museum weitergehen soll. Nach der Zusammenkunft teilte Landrat Martin Wolf (CSU), der auch Vorsitzender des Kuratoriums ist, gegenüber unserer Zeitung dazu mit, dass "in der heutigen Kuratoriumssitzung die Zielsetzung, das Heimatmuseum in den Anbau der Spitalkirche zu verlagern, bekräftigt wurde."

Das Gremium habe sich auf einen konkreten Zeit- und Maßnahmenplan verständigt. Dieser solle bis Ende 2014 "zu einem raumkonformen und umsetzbaren Museumskonzept führen", so Wolf. Der Zeitplan orientiere sich am Gesamtfahrplan für die Sanierung der Spitalkirche. "Baubeginn für die Sanierung soll 2015 sein." Die Gestaltung der Museumsräume werde demnach ein Teilbereich der Gesamtsanierung der Spitalkirche, erklärte Wolf.

Pfaffenhofens Bürgermeister und Kuratoriumsmitglied Thomas Herker (SPD), ist ebenfalls guter Dinge, was den Erhalt des Museums und seinen künftigen Standort anbelangt: "Das Kuratorium favorisiert weiterhin den von der Stadt vorgeschlagenen Standort an der Spitalkirche, der historischen Heimstätte der Sammlung."  

Es folgten jetzt zügig Abstimmungen zwischen dem vom Kuratorium beauftragten Ingenieurbüro und dem Denkmalschutz, "dann soll Anfang des Jahres 2014 der Auftrag für die Museumskonzeption endgültig erteilt werden", so Heker. Er ist offenbar überaus positiv gestimmt, dass alles klappt, denn er prophezeit bereits, dass das "Museum nach Sanierung und Umbau der Spitalkirche bis 2016 seine Pforten mit neuem Konzept und ausgeweiteten Zugangszeiten wieder öffnen wird".

Nachdem, wie berichtet, kürzlich auch der CSU-Arbeitskreis Hochschule und Kultur das Thema Museumserhalt für sich entdeckt hat, hofft Herker nach eigenen Worten, dass "eine politische Instrumentalisierung der Sache zu Liebe hoffentlich künftig unterbleibt".   

Gegenwärtig ist das Museum noch im Mesnerhaus untergebracht, dessen Obergeschoss jedoch aus Gründen des Brandschutzes bereits seit Jahren für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Nur ein kleiner Teil der Sammlung kann deshalb bis zum endgültigen Umzug dort gezeigt werden.


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