Logo
Anzeige
Anzeige

Die kostenlose App "Nina" kann künftig auch mit lokalen Infos aus der Region 10 befüllt werden.

(ty) Die Warnung der Bevölkerung bei Gefahren-Situationen und Unglücksfällen erfolgt durch die zuständigen Katastrophenschutz-Behörden. Im Bereich der Integrierten "Leitstelle Ingolstadt Region 10" (kurz ILS) sind dies die Landratsämter Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen sowie die kreisfreie Stadt Ingolstadt. Neben den bewährten Methoden der Warnung – zum Beispiel durch örtliche Sirenen, Rundfunk-Meldungen und Lautsprecher-Fahrzeuge – sieht man zunehmend neue Ansätze gefragt. Dieser "Warnmix" wird seit geraumer Zeit durch die sozialen Medien und diverse Warn-Apps erweitert. Auch für die Region gibt es jetzt ein zusätzliches Warn-Instrument.

Nun kann auch die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelte Warn-App "Nina" (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) mit lokalen Informationen befüllt werden, wie heute aus dem Pfaffenhofener Landratsamt bekanntgegeben wurde. Standardmäßig biete die App bereits die Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und lokale Hochwasser-Informationen, allgemeine Notfalltipps und Verhaltenshinweise in Gefahren-Situationen. Mit der Einbindung lokaler Warnungen durch die ILS beziehungsweise die Katastrophenschutz-Behörden bietet "Nina" nun die Möglichkeit, alles in einer Anwendung zu empfangen.

"Ich begrüße es sehr, dass wir hier in der Region auf ein einheitliches System setzen. Mobile Endgeräte sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit der Warn-App 'Nina' haben die Bürger eine weitere Möglichkeit, mobil und aktuell Warnhinweise zu empfangen", ermuntert der Zweckverbands-Vorsitzende, Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf (CSU), die Bevölkerung dazu, "Nina" zu installieren. "Die App ergänzt neben der klassischen Medieninformation und den bestehenden Warnsystemen die schon bestehenden Online-Informations-Plattformen, allem voran Internet-Seiten, Facebook- und Twitter-Kanäle der Landkreise und der Stadt Ingolstadt", so Wolf. "Mit diesen verschiedenen Möglichkeiten leisten wir einen wichtigen Beitrag, dass Warnmeldungen bei den Betroffenen auch ankommen."

Mit der Einführung der landesweiten modularen Plattform "MoWAS" (modulares Warnsystem) sei es nun auch den Katastrophenschutz-Behörden in Bayern möglich, kurzfristig verschiedene Apps und andere Medien über einen Weg zentral anzusteuern. Nachdem alle technischen und organisatorischen Voraussetzungen in der Region 10 geschaffen worden seien, stehe den drei Landkreisen und der Stadt Ingolstadt ab 1. Oktober dieses Jahres die Möglichkeit zur Verfügung, ohne Zeitverzug amtliche Gefahren-Mitteilungen zur Warnung der Bevölkerung über alle angeschlossenen Medien auszusenden.

Die "Nina"-App steht für die gängigen Smartphone- und Tablet-Betriebssysteme in den jeweiligen App-Stores kostenlos zum Download zur Verfügung. Die den Katastrophenschutz-Behörden nun zur Verfügung stehende Online-Anwendung werde vom Freistaat Bayern im Rahmen eines Pilotprojekts kostenfrei zur Verfügung gestellt, teilte das Landratsamt mit. Sie ergänze die beiden eigenen, zusätzlich per Satellit angebundenen "MoWaS"-Hauptstationen des Freistaats Bayern in München und Regensburg.

Den symbolischen Startschuss für örtliche Informationen in der Warn-App "Nina" gaben jetzt die Landräte der Region und Ingolstadts Oberbürgermeister: Anton Knapp (Eichstätt, von links), Martin Wolf (Pfaffenhofen), Christian Lösel (Ingolstadt) und Roland Weigert (Neuburg-Schrobenhausen). Foto: Betz/Stadt Ingolstadt


Anzeige
RSS feed