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Sie verursachten in der Eichstätter Einrichtung einen Wasserschaden und legten Feuer. Rund 100 000 Euro Schaden.

(ty) Zwei Häftlinge der Abschiebehaft-Anstalt in Eichstätt haben an Heiligabend in ihrer Zelle randaliert und damit einen Einsatz von rund 90 Hilfskräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst aus gelöst. "Nach einer ersten Schätzung entstand ein Sachschaden von etwa 100 000 Euro", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord mit. Die Bundesstraße B13 war während der Rettungs- und Löscharbeiten für etwa zwei Stunden gesperrt. Die Ingolstädter Kripo hat die Ermittlungen übernommen.

Gegen 18.10 Uhr sei die Polizei darüber informiert worden, dass ein 35-jährige russischer und ein 24-jähriger aserbeidschanischer Abschiebehäftling durch die Zerstörung einer Toilette einen Wasserschaden ausgelöst sowie danach durch das Anzünden von Bekleidung ein Feuer gelegt hätten. "Mit einem abgebrochenen Tischbein beschädigte einer der Randalierer weitere Einrichtungs-Gegenstände der Haftanstalt", heißt es weiter.

Die alarmierten Rettungskräfte konnten den Brand laut heutiger Mitteilung schnell löschen. Sie evakuierten das stark verrauchte Stockwerk und sammelten die betroffenen Gefangenen zunächst im Innenhof. Die Häftlinge seien später in anderen Teilen der Haftanstalt untergebracht worden. "Ein 26-jähriger Gefangener erlitt eine Rauchgas-Vergiftung und musste unter polizeilicher Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert werden", so ein Polizei-Sprecher.

Ein Häftling nutzte den Angaben zufolge die Gelegenheit, überstieg während der Evakuierungs-Maßnahmen eine etwa sechs Meter hohe Mauer und gelangte so in einen weiteren, gesicherten Innenhof. Dort sei er dann von Polizeikräften widerstandslos aufgegriffen sowie dann zurückgebracht worden.



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