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"Wir wollen es wissen", sagt Landrat Martin Wolf (CSU). Die Aktion setzt auf die Freiwilligkeit der Bürger.

(ty) Am 21. Juli findet im Landkreis Pfaffenhofen ein autofreier Sonntag statt. Die Aktion ist Teil des von der Landkreis-Politik beschlossenen Klima-Aktions-Programms. Alle Bürger mit Pfaffenhofener Kennzeichen (PAF) sind dazu aufgerufen, an diesem Tag das Auto zu Hause stehen zu lassen und bewusst auf nicht-motorisierte Verkehrsmittel zu setzen. "Ausgenommen davon sind natürlich Autofahrer, die berufsmäßig oder in ihrer Funktion als Hilfsorganisation unterwegs sind", heißt es aus dem Landratsamt. Die Teilnahme sei aber freiwillig.

"Wir wollen es wissen", sagt Landrat Martin Wolf (CSU). "Wie weit sind unsere Bürgerinnen und Bürger im Landkreis bereits vom Klimaschutz angesprochen? Ist der Landkreis an einem Sonntag dazu in der Lage, das Auto in der Garage zu lassen?" Natürlich, betont der Kreischef, "ruht alles auf dem Grundsatz der Freiwilligkeit".

So manchen möge diese Aktion an die Zeit der Ölkrisen erinnern: Spielende Kinder auf der Fahrbahn, Radler und Pferdewagen mitten auf der Autobahn – am 25. November 1973 ruhte der Autoverkehr in ganz West-Deutschland. Die Bundesregierung hatte mit dem Energiesicherungs-Gesetz an vier Sonntagen über ein allgemeines Fahrverbot verfügt. An den anderen Tagen – über sechs Monate hin – galt ein vorübergehendes Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen sowie von 80 km/h auf Landstraßen.

Die autofreien Sonntage und Tempolimits waren damals eine Reaktion auf die Ölkrise. Ausgelöst worden war diese durch den israelisch-arabischen Jom-Kippur-Krieg, in dem die arabischen Öl-Förderländer (OAPEC) eine Drosselung der Erdöl-Produktion und des Exports als politisches Druckmittel beschlossen hatten.

Die Ölkrisen in den Jahren 1973 und 1979/80 führten zu schweren Rezessionen in den Industrie-Ländern und zu einem Umdenken: "Energiesparen – unsere beste Energiequelle", so lautete eine Kampagne der Bundeswirtschaftsministeriums.

"Und das ist heute nicht anders", heißt es in einer aktuellen Mitteilung aus dem Landratsamt. Auch darum gehe es beim autofreien Sonntag am 21. Juli im Kreis Pfaffenhofen. "Mit dem autofreien Sonntag möchten wir die Bürger in unmittelbaren Kontakt mit dem Klimawandel und der Frage nach dem persönlichen Einsatz für den Klimaschutz bringen", sagt Wolf.

Klimaschutz und die Energiewende sind seiner Meinung nach nur mit einer Verkehrswende zu schaffen. Sein Appell: "Steigen Sie bewusst aufs Rad oder packen Sie den Roller oder Ihre Inline-Skates mal wieder aus! Nutzen Sie die Gelegenheit, unseren Landkreis bei Fahrrad-Touren zu entdecken!"

Der autofreie Sonntag lässt sich laut Landratsamt gut in die Juli-Klima-Aktion "Stadtradeln" einbinden, die dazu anspornen will, möglichst viele Kilometer – egal ob beruflich oder privat – bis zum 26. Juli mit dem Drahtesel zurückzulegen. Am autofreien Sonntag sollte dazu jedenfalls besonders viel Platz auf der Straße sein. Weitere Infos gibt es auf www.stadtradeln.de/kreis-pfaffenhofen oder hier: Beim Stadtradeln geht diesmal der gesamte Landkreis an den Start

Erstmeldung zum Thema:

Landrat Wolf wirbt für autofreien Sonntag im Kreis Pfaffenhofen


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