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Vollsperrung nach Unglück auf der A8 im Kreis Dachau. Die vier Insassen wurden von Ersthelfern gerettet und verbrachten die Nacht im Krankenhaus.

(ty) Wegen eines in Brand geratenen Wohnmobils ist es am gestrigen Abend zu massiven Verkehrs-Behinderungen auf der A8 gekommen. Die Autobahn in Richtung München war nach dem Zwischenfall bei Odelzhausen (Landkreis Dachau) für mehrere Stunden gesperrt. Die vier Insassen, ein 67-Jähriger und dessen Gattin (65) sowie deren Enkelkinder im Alter von 16 und 18 Jahren, konnten von Ersthelfern aus dem umgekippten Fahrzeug gerettet werden, ehe es in Flammen aufging. Die Unfall-Opfer erlitten zum Glück lediglich leichte Rauch-Intoxikationen sowie Prellungen und Schürfwunden, sie verbrachten die Nacht in einem Krankenhaus.

 

Wie die Polizei berichtet, waren der belgische Rentner und dessen Ehefrau zusammen mit dem 16-jährigen Enkel und der 18-jährigen Enkelin auf dem Weg in den Urlaub nach Österreich. Für diesen Trip hatten die Großeltern, so heißt es von den Beamten, eigens das ältere Wohnmobil erworben. Gegen 17.25 Uhr sollte die Fahrt ein jähes Ende finden:

Als das Wohnmobil auf der mittleren Spur der A8 in Richtung München unterwegs war, sei kurz nach der Anschlussstelle Odelzhausen der hintere linke Reifen geplatzt. Dadurch habe der 76-Jährige die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. "Aufgrund der Dynamik des Geschehens kippte es auf die rechte Seite, auf welcher es zwischen der rechten Fahrspur und dem Standstreifen liegen blieb", so die Polizei.

Ein 46-jähriger Zeuge aus dem Landkreis Starnberg habe geistesgegenwärtig reagiert: Er habe die vier Insassen, die sich schon selbst von den Sicherheitsgurten befreit hatten, mit Unterstützung weiterer Helfer aus dem Wohnmobil geholt. "Kurze Zeit später zeigte sich, dass das schnelle Eingreifen der Ersthelfer vollkommen richtig und geboten war, da das Fahrzeug aufgrund auslaufenden Kraftstoffs umgehend in Vollbrand geriet", so ein Sprecher der Verkehrspolizei-Inspektion aus Fürstenfeldbruck.

Im Einsatz gewesen seien die Feuerwehren aus Adelzhausen, Dasing, Wiedenzhausen, Odelzhausen, Sulzemoos, Pfaffenhofen an der Glonn, Eisenhofen, Feldgeding, Schwabhausen und Altomünster. Ebenfalls im Einsatz waren neben der Verkehrspolizei auch der Rettungsdienst und ein Notarzt sowie die Kreisrand-Inspektion aus Dachau.

Laut Polizei war zunächst eine Vollsperrung der A8 in Fahrtrichtung München erforderlich, die bis 18.45 Uhr andauerte und einen Rückstau bis zur Anschlussstelle Adelzhausen zur Folge hatte. Anschließend sei der Verkehr bis zum Abschluss der Bergungs-Maßnahmen auf der linken Spur an der Unglücksstelle vorbeigeleitet worden. Erst gegen 20.45 Uhr seien wieder alle Spuren freigegeben worden. An dem Wohnmobil sei Totalschaden entstanden – es brannte vollkommen aus. 

Die durch das Feuer verursachten Schäden an der Teerdecke dürften nach ersten Erkenntnissen der Verkehrspolizei in einer Größenordnung von 10 000 Euro anzusiedeln sein. "Glück im Unglück hatte die belgische Familie, was insbesondere dem reibungslosen Funktionieren der Rettungskette – angefangen bei den Ersthelfern bis zu den Profis der Rettungsdienste – zu verdanken war", heißt es von der Polizei. Die Unfall-Opfer verbrachten die Nacht nicht wie geplant in Österreich, sondern im Klinikum in Fürstenfeldbruck.

Die Beamten von der Verkehrspolizei-Inspektion Fürstenfeldbruck, die im vorliegenden Fall nun auch die Ermittlungen zur genauen Klärung der Unfall-Ursache führt, richtete heute in diese Zusammenhang per Pressemitteilung folgenden Appell an alle Urlaubsreisenden:

"Achten sie vor Reiseantritt auf den technischen Zustand ihres Wohnmobils oder Wohnwagens. Halten sie die Gewichte ein, welche aus den Fahrzeug-Papieren ersichtlich sind. Unterziehen sie, gerade bei nur punktuell genutzten Fahrzeugen und Anhängern, die Reifen einer Sichtprüfung. Kontrollieren sie anhand der auf den Reifen aufgedruckten DOT-Nummer das Reifenalter. Vor allem aber: Bleiben sie gelassen. Bei keiner Gelegenheit ist Eile weniger angebracht, als bei einer Fahrt in den Urlaub."

 


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