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Nach der Bluttat im September 2019 hatte sich der Beschuldigte nach Bulgarien abgesetzt. Jetzt sitzt er in Bayern hinter Gittern.

(ty) Nachdem am 19. September 2019 in Karlskron (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) ein 18-jähriger Bulgare zum Opfer einer Gewalttat geworden und noch in der Nacht gestorben war, sitzt jetzt der mutmaßliche Täter in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Bei dem Beschuldigten handelt es sich laut heutiger Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord um den zur Tatzeit 16 Jahre alten Bruder des getöteten jungen Mannes. Gegen ihn werde wegen eines Tötungsdelikts ermittelt.

Wie damals berichtet, hatte an jenem Abend gegen 20.45 Uhr ein Anwohner auf der Hauptstraße, in der Nähe der Kirche, den 18-jährigen bulgarischen Schüler mit lebensbedrohlichen Verletzungen entdeckt. "Vor Ort fanden die Beamten und der hinzugerufene Notarzt einen jungen Mann vor, der stark – insbesondere aus dem Bauch – blutete", erklärte die Polizei. Der junge Mann habe reanimiert werden müssen, bevor er in ein Klinikum eingeliefert werden konnte. Dort sei er weiter intensiv-medizinisch behandelt worden. Kurz vor Mitternacht sei er allerdings seinen Verletzungen erlegen.

 

In enger Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft hatte die Ingolstädter Kriminalpolizei die Ermittlungen vor Ort übernommen. "Noch in der Nacht wurden unter Zuhilfenahme von Dolmetschern Befragungen und Vernehmungen im Umfeld des Opfers durchgeführt", erklärte damals ein Polizei-Sprecher. Alle Spuren am Tatort und in der näheren Umgebung seien gesichert worden."Unmittelbar nach Bekanntwerden des Tötungsdelikts sei außerdem mit Unterstützungskräften der nähere Bereich des Auffindeorts abgesucht worden. In einem Grünstreifen sei dabei auch die mutmaßliche Tatwaffe, ein Küchenmesser, sichergestellt worden.

Zur Aufklärung der Straftat war auch um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten sowie bei der Kriminalpolizei-Inspektion in Ingolstadt eine eigene Ermittlungs-Gruppe eingerichtet worden. "Intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei einschließlich der Auswertung gesicherter Spuren erhärteten einen Tatverdacht gegen den zur Tatzeit 16-jährigen Bruder des Opfers", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord heute mit und führte weiter aus: "Bei einem Streit in der gemeinsam genutzten Unterkunft soll dieser dem Opfer eine tödliche Stichverletzung zugefügt haben." 

Gegen den mittlerweile volljährigen Beschuldigten, der sich laut heutiger Mitteilung nach Bulgarien abgesetzt hatte, war von der sachleitende Staatsanwaltschaft aus Ingolstadt ein internationaler Haftbefehl beantragt worden. In der vergangenen Woche sei der wegen Eigentums-Delikten in bulgarischer Haft einsitzende Tatverdächtige schließlich nach Deutschland überführt worden. Anschließend sei er hier einem Richter vorgeführt worden; dieser habe die Untersuchungshaft angeordnet. Der Beschuldigte habe sich bis dato nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte ein Polizei-Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion.

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