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25-Jähriger in Thüringen festgenommen und mittlerweile in U-Haft. Er könnte für ähnliche Taten im Kreis Kelheim und bei Nürnberg verantwortlich sein.

(ty) Nach der Sprengung eines Geld-Automaten in der Nacht zum 27. Januar dieses Jahres im Reichertshofener Ortsteil Langenbruck hat die Polizei laut heutiger Mitteilung einen Tatverdächtigen festgenommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord handelt es sich um einen 25 Jahre alten Slowaken, der mit mindestens einem Komplizen agiert haben soll. Möglicherweise seien sie auch für die Sprengungen von Geld-Automaten im Gemeinde-Bereich von Hausen im Landkreis Kelheim sowie in Schwabach bei Nürnberg verantwortlich. Der 25-Jährige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft; die Handschellen hatten für ihn in Thüringen geklickt. Außerdem gab es Razzien in der Slowakei.

Wie heute erklärt wurde, hatten langwierige Ermittlungen der Kriminalpolizei-Inspektion mit Zentral-Aufgaben (KPI-Z) des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord auf die Spur des 25-Jährigen geführt. Er stehe im dringenden Verdacht, zusammen mit mindestens einem Komplizen einen Pkw bei Schwabach gestohlen und diesen bei der Tat in Langenbruck benutzt zu haben. Später sei das Fahrzeug in einem Waldstück verlassen aufgefunden worden. Wie damals berichtet, war der im Vorraum der Volksbank-Filiale an der Dorfstraße stehende Geldautomat gegen 3 Uhr in die Luft gejagt worden – durch das Einleiten eines Gas-Gemischs. Das Gerät war zwar stark demoliert worden; ein Zugriff auf das darin befindliche Bargeld war den Täter allerdings nicht möglich.

Weitere Überprüfungen ergaben laut heutiger Mitteilung des in Ingolstadt angesiedelten Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord, dass dieselben Personen möglicherweise bereits am 29. Oktober vergangenen Jahres einen Geld-Automaten bei der Raiffeisenbank in Herrnwahlthann in der Gemeinde Hausen und am 3. Dezember vergangenen Jahres einen Automaten der Sparkasse in Schwabach bei Nürnberg gesprengt hatten – jeweils ebenfalls, ohne an Bargeld zu gelangen. "In Hausen waren am Gebäude und am Automaten Schäden in Höhe von zirka 40 000 Euro entstanden, in Schwabach lagen diese bei etwa 50 000 Euro", fasste heute ein Polizei-Sprecher zusammen.

Kriminalbeamte damals bei der Spuren-Sicherung am Tatort in Langenbruck.

Der ins Visier der Ermittler geratene 25-Jährige war laut heutiger Polizei-Mitteilung am 26. April dieses Jahres – aus Tschechien kommend – nach Deutschland eingereist und hatte dann verschiedene Banken in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ausgespäht. Dabei sei er am 27. April von Sondereinsatzkräften in Ilmenau bei Gotha (Thüringen) festgenommen worden. Gegen den Slowaken war nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord wegen früherer Taten bereits ein Haftbefehl der sachleitenden Staatsanwaltschaft Ingolstadt beantragt worden. Dieser sei vom zuständigen Richter in Vollzug gesetzt worden.

Zur Aufklärung weiterer Taten sowie zur Ermittlung etwaiger mutmaßlicher Mittäter seien am 12. Mai auf Ersuchen der deutschen Justiz durch die slowakische Polizei zwei Wohnungen sowie außerdem Räumlichkeiten von drei Firmen in Bratislava und im Norden der Slowakei durchsucht worden. "Dabei konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden, die derzeit ausgewertet werden", so das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord.  

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Geldautomat in Langenbruck gesprengt: Täter flüchten ohne Beute

Maskierte Täter wollten offenbar Geld-Automaten im Kreis Kelheim sprengen


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