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Mit Experten und Spezialpumpen soll ein Kohlekraftwerk südöstlich von Belgrad gerettet werden – danach wartet schon der nächste Einsatz. Ablösung aus der Heimat kommt wohl am 1. Juni

(ty) Seit Montag laufen die Pumpen des Pfaffenhofener THW-Ortsverbandes in Serbien auf Hochtouren. Nach 20-stündiger Fahrt wurde das erste Einsatzobjekt, ein Kohlekraftwerk 90 Kilometer südöstlich von Belgrad, erreicht. Zusammen mit lokalen und anderen internationalen Kräften wird das Kraftwerk, das weite Teile Serbiens mit Strom versorgt, vor den Fluten der Mlava gerettet, wie das THW Pfaffenhofen in einer Presseerklärung mitteilt.

Insgesamt sind hier 40 Helferinnen und Helfer des THW aus Bayern und Nordrhein-Westfalen mit ihren Großpumpen und Elektroversorgung vor Ort. „Wenn diese Arbeiten erfolgreich abgeschlossen sind, steht bereits der nächste Einsatzauftrag fest“, so ein Sprecher des THW Pfaffenhofen.

Die Versorgungslage und die Stimmung unter den Helfern des THW Pfaffenhofen werden als gut bezeichnet. Die Bevölkerung versorge die Einsatzkräfte mit serbischen Spezialitäten. „Von Regen ist auch nichts mehr zu sehen. Im Gegenteil: Die Temperaturen sind aktuell sehr hoch.“


Auch wenn das Wasser bereits wieder zurückgehe, werde der Einsatz des THW auf dem Balkan aber noch länger andauern. Im Ortsverband Pfaffenhofen wird bereits eine Ablösemannschaft für den 1. Juni zusammengestellt. Ob diese tatsächlich zum Einsatz kommt, hängt freilich auch von der weiteren Entwicklung ab.

Das THW Pfaffenhofen wurde am Samstag gegen 17.30 Uhr alarmiert, um im Kampf gegen die Flutkatastrophe auf dem Balkan zu helfen. In Pfaffenhofen ist eine HCP-Einheit des THW in Bayern stationiert. HCP bedeutet High-Capacity-Pumping und ist ein EU-weit standardisiertes Modul zur Hochwasserbekämpfung. Neben großer Pumpleistung sind es vor allem die Experten, die das HCP-Modul auszeichnet.

Für das THW Pfaffenhofen ist es nicht der erste Auslandseinsatz zur Hochwasserbekämpfung. In den vergangenen Jahren waren die Helfer bereits in Polen, Frankreich und Italien im Einsatz und konnten dort nach eigenen Angaben viel Erfahrung sammeln.

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