Amtsinhaber Albert Gürtner (FW) wird herausgefordert von Andreas Aichele (CSU), Thomas Schwarz (AfD), Bettina Markl (Grüne), Markus Käser (SPD), Robert Scharbach (FDP) und Diana Fuchs-Schlamp (Linke).
(ty) Wer steht in den nächsten sechs Jahren als Verwaltungs-Chef an der Spitze des Landratsamts und prägt mit seiner Arbeit den politischen Kurs im Kreis Pfaffenhofen? Eine Antwort darauf können an diesem Sonntag rund 103 500 Stimmberechtigte aus den insgesamt 19 Städten und Gemeinden geben. Amtsinhaber Albert Gürtner (FW) würde gerne eine zweite Periode dranhängen, doch muss sich der 65-Jährige großer Konkurrenz erwehren. Vier Männer und zwei Frauen wollen ihm den Posten streitig machen: Andreas Aichele (CSU), Thomas Schwarz (AfD), Bettina Markl (Grüne), Markus Käser (SPD), Robert Scharbach (FDP) und Diana Fuchs-Schlamp (Linke). Alle sieben Kandidatinnen und Kandidaten sowie deren Ziele hat unsere Zeitung bereits in größeren Beiträgen vorgestellt.
Er wolle seine "erfolgreiche Arbeit fortsetzen" und in herausfordernden Zeiten weiter an der Zukunftsfähigkeit des Kreises arbeiten, hatte der aktuelle Kreis-Chef Albert Gürtner im ausführlichen Interview erklärt. Und er sei zuversichtlich, ein Mandat für weitere sechs Jahre zu erhalten. Ausführlicher Bericht: Hoffen auf ein Mandat für sechs weitere Jahre im "schönsten Beruf der Welt"
Andreas Aichele (CSU), den Wahlkampf-Beobachter als aussichtsreichen Herausforderer von Gürtner einschätzen, will einen Wechsel herbeiführen. "Grundkonservative Politik" wolle er machen, "mit Hirn, Herz, Bauchgefühl und einer guten Portion Menschenkenntnis" – mit diesem Versprechen tritt der 50-jährige an, der nicht nur von den Christsozialen, sondern auch von der neuen "Junge- und Familienliste Landkreis Pfaffenhofen" (JFL/JU) zum Landrats-Kandidaten gekürt worden ist. Ausführlicher Bericht: "Mit grundkonservativer Politik den Lebens-Standard erhalten und Sicherheit schaffen"
Die Brandmauer wolle er einreißen, nach seinem Dafürhalten "der größte Irrsinn, den die Alt-Parteien machen können", sagte Thomas Schwarz, Landrats-Kandidat der AfD, im Gespräch mit unserer Redaktion. An der Zusammenarbeit mit seiner Partei führe kein Weg vorbei. Der 55-Jährige bewirbt sich, wie berichtet, an diesem Sonntag zugleich um den Bürgermeister-Posten in Vohburg. Ausführlicher Bericht: "Brandmauer – der größte Irrsinn, den die Alt-Parteien machen können"
Die Sicherung der Lebensgrundlagen und die Beteiligung aller Generationen seien ihre zentralen Anliegen, sagte Bettina Markl (43), die Co-Kreis-Vorsitzende der Grünen, die ebenfalls gerne den Landrats-Posten erringen möchte. Ihr komme es darauf an, Wohlstand und Lebensqualität der im hiesigen Landkreis lebenden Menschen zu bewahren. Ausführlicher Bericht: Sie will den Landkreis Pfaffenhofen "mit Weitsicht, Mut und Herz" weiterentwickeln
Bezahlbarer Wohnraum, starke Bürger-Energie und regionale Agrar-Produkte sind für den SPD-Landrats-Kandidaten Markus Käser (50) die wichtigsten Handlungsfelder. Ihm schwebt vor, weniger am Tropf anderer zu hängen und stattdessen mehr die lokalen Werte zu schöpfen, was der Sozialdemokrat im Wahlkampf gerne zusammenfassend als "Heimat-Dividende" bezeichnet. Ausführlicher Bericht: "Zum Wohle aller müssen wir die regionalen Wertschöpfungs-Ketten besser nutzen"
Robert Scharbach tritt für die FDP bei der Landrats-Wahl an. Er kämpfe für einen schlanken Staat und damit mehr Freiheit für den Einzelnen, sagte der 38-Jährige gegenüber unserer Zeitung. Der Kreis Pfaffenhofen müsse funktionieren wie ein gutes Unternehmen. Er will Bürokratie abbauen und einen Landkreis, der funktioniert wie ein gutes Unternehmen. Ausführlicher Bericht: "Mehr priorisieren und als Brückenbauer Dinge ermöglichen statt verhindern"
In erster Linie Menschen mit kleinerem Geldbeutel müsse geholfen werden, Leuten, die angesichts der allgemeinen Teuerungs-Welle immer mehr finanziell in die Bredouille kämen. Das steht ganz oben auf der Agenda von Diana Fuchs-Schlamp (42), die als Kandidatin von "Die Linke" bei der Landrats-Wahl antritt. Ausführlicher Bericht: "Wir wollen den politischen Blumenstrauß im Landkreis etwas bunter machen"
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