In der Stichwahl entscheidet sich am Sonntag, ob der GfW-Bewerber oder der FW-Kandidat den aus dem Amt gejagten Rathaus-Chef Machold (CSU) beerbt.
(ty) Drehen die Wolnzacher die Zeit zurück oder setzen sie auf einen kompletten Neuanfang? Diese Frage wird am kommenden Sonntag an den Wahlurnen beantwortet. Nach der massiven Klatsche, die der amtierende Rathaus-Chef Jens Machold (CSU) gegen vier Mitbewerber im ersten Durchgang kassiert hatte, steht nun eine Stichwahl um die Neubesetzung des Bürgermeister-Postens an. Konkret geht es darum, ob der in Runde eins erstplatzierte Simon Zimmermann von den Freien Wählern den Chef-Sessel im Rathaus bekommt oder ob dort mit Josef Schäch von "Gemeinsam für Wolnzach" (GfW) der ehemalige Bürgermeister von Wolnzach und Ex-Landrat von Pfaffenhofen wieder Platz nehmen wird.
17,2 Prozent der Stimmen und nur Platz drei unter fünf Kandidaten – für einen Amtsinhaber, der bereits fast 18 Dienstjahre auf dem Buckel hat, war das eine schallende Ohrfeige. Mehr Zustimmung erntete CSU-Mann Jens Machold diesmal nicht für seine Arbeit. Hinter ihm landete Tanja Maier von der SPD mit 9,9 Prozent der Stimmen auf dem vierten Platz – vor Fabian Röhrich (FDP), der auf 4,7 Prozent kam. Als Tagessieger war am 8. März FW-Kandidat Zimmermann mit 35,7 Prozent der abgegebenen Stimmen durchs Ziel gegangen. Den zweiten Platz sicherte sich der Josef Schäch von GfW, der es mit 79 Jahren noch einmal wissen möchte und auf ein Comeback hofft.
Ähnlich wie ihr amtierender Rathaus-Chef hat auch seine Partei bei der Gemeinderats-Wahl einen Dämpfer erhalten. Die Zahl ihrer Sitze ist von acht auf sechs zurückgegangen. Trotzdem bleiben die Christsozialen die stärkste Fraktion im 24-köpfigen Gemeinderat, vor den Freien Wählern, die – wie schon im Jahr 2020 – fünf Mandate errangen. Ebenfalls fünf Sitze hat künftig die GfW, die ein Mandat hinzugewinnen konnte. Weiterhin mit drei Gemeinderäten ist die SPD im Gremium vertreten. Von null auf zwei Sitze steigerte die AfD ihr Ergebnis. Die Grünen haben nach dem Verlust eines Sitzes nur noch einen Vertreter. Beim Einzelkämpfer-Dasein bleibt es für FDP und die "Bürger-Gemeinschaft Wolnzach" (BGW).
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