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Bilanz der Verantwortlichen nach zwei Jahren enger Kooperation zwischen Ilmtalklinik und Rettungsdienst: Ausfall-Quote beträgt lediglich 1,5 Prozent.

(ty) Ein "durchwegs positives Fazit" ziehen die Verantwortlichen des Notarzt-Dienstes im Landkreis Pfaffenhofen nach zwei Jahren enger Zusammenarbeit zwischen der Ilmtalklinik und dem Rettungsdienst. Das Modell mit fest angestellten Notärzten des Krankenhauses habe sich mit einer Ausfall-Quote von unter zwei Prozent als "äußerst leistungsfähig und zuverlässig" erwiesen, heißt es in einer Presse-Mitteilung der Ilmtalklinik-GmbH, unter deren Dach die Krankenhäuser und Mainburg firmieren.

Am 1. April 2024 startete laut Krankenhaus-Gesellschaft das neue Dienstplan-Modell im Kreis Pfaffenhofen. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre seien dabei insgesamt 2468 Notarzt-Einsätze am Standort Pfaffenhofen verzeichnet worden. Dies entspreche einer Gesamt-Leistung von etwa 17 520 Stunden im Notarzt-Dienst. Besonders hervorzuheben ist laut Klinik-GmbH dabei die "außergewöhnlich hohe konstante Verfügbarkeit". Das Notarzt-Einsatz-Fahrzeug sei im genannten Zeitraum lediglich für knapp 262 Stunden bei der Leitstelle in Ingolstadt abgemeldet.  Im Umkehrschluss bedeute dies eine Einsatz-Bereitschaft von rund 98,5 Prozent – "ein Wert, der nach Einschätzung der Verantwortlichen außerhalb von Großstädten nahezu einzigartig ist".

In vielen ländlichen Regionen des Freistaats liege die Verfügbarkeit des Notarzt-Dienstes – abhängig von Personal-Struktur und Organisation – oft nur in einem Bereich von etwa 90 bis 95 Prozent. Ein entscheidender Erfolgs-Faktor liegt laut Krankenhaus-GmbH in der Struktur des Modells im Kreis Pfaffenhofen: "Die freiberuflich tätigen Notärzte der Region werden durch vier fest angestellte Notärzte der Ilmtalklinik ergänzt, die geplante Dienste übernehmen und somit die hohe Verfügbarkeit gewährleisten." Die an der Klinik in Teil- oder Vollzeit angestellten Ärzte übernehmen den Angaben zufolge derzeit wöchentlich drei Tagdienste von 7 Uhr bis 18 Uhr sowie zwei Nachtdienste von 18 Uhr bis 7 Uhr des Folgetages.

Neben den außerordentlichen Zahlen lasse sich die Zusammenarbeit innerhalb der Notarzt-Gruppe hervorheben. Die Notfall-Mediziner der Ilmtalklinik, Thomas Neißendorfer, Georg Maier, Christian Leitner und Wolfgang Kern, "sind mit Leib und Seele bei der Sache und engagieren sich neben ihrer Festanstellung auch freiberuflich im Notarzt-Dienst, um Engpässe zu überbrücken, wenn Not am Mann ist". Nur so lasse sich die geringe Ausfall-Quote von 1,5 Prozent halten. Die Verantwortlichen des Rettungsdienstes und die Mediziner seien sich einig: "Dieses Konzept stärkt die Notfall-Versorgung im Landkreis nachhaltig und kann als Vorbild für andere Regionen dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen in der Sicherstellung des Notarzt-Dienstes stehen".


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