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Zur Betreuung und Unterstützung der Asylbewerber im Landkreis ist bürgerschaftliches Engagement gefragt – aktuell packen laut Landratsamt schon 150 Helfer mit an

(ty/zel) Die Regierung von Oberbayern plant bekanntlich in Zusammenarbeit mit der Stadt Ingolstadt und dem Kreis Pfaffenhofen eine Unterkunft für Asylbewerber in der Max-Immelmann-Kaserne in Manching-Oberstimm.
Auf dem Kasernengelände werden mehrere Gebäude für die Unterbringung von asylsuchenden Männern und Frauen wie auch Familien hergerichtet. Die ersten Flüchtlinge sollen bereits morgen ankommen. Wie Christoph Hillenbrand, der Regierungspräsident von Oberbayern, gestern bei einem Info-Abend in Manching erklärte, werde die Kaserne zunächst als Not-Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 517 Flüchtlinge genutzt. So schnell wie möglich soll sie dann – etwa im Februar – zu einer Gemeinschafts-Unterkunft für Asylbewerber umgewandelt werden, in der 350 Menschen bis zu drei Jahre lang wohnen sollen.

Die Behörden statten die Unterkünfte – ehemalige Soldaten-Unterkünfte – mit Betten und Tischen, Bettwäsche, Hygieneartikeln, Kochgeschirr etc. aus, wie das Landratsamt mitteilt. Die Verwaltung der gemeinsamen Unterkunft erfolgt durch die Bezirksregierung. Die Stadt Ingolstadt sowie der Kreis Pfaffenhofen sind für die finanziellen Hilfen und die ärztliche Versorgung zuständig.

„Neben den gesetzlichen Leistungen sind jedoch auch Hilfen durch die Bevölkerung und engagierte Ehrenamtliche notwendig und besonders zu begrüßen“, so Landrat Martin Wolf (CSU).
 Im Kreis Pfaffenhofen haben sich an den Standorten der Asylunterkünfte in kürzester Zeit Arbeitskreise für Asylsuchende mit ehrenamtlichen Helfern gebildet. „Es dürften derzeit zirka 150 Personen sein, die den Asylsuchenden behilflich sind“, erläutert Wolf.

Die Hilfen sind möglich in Form von Sachspenden wie zum Beispiel Fahrräder, die unter den Asylsuchenden sehr geschätzt sind. „Die ehrenamtlichen Kräfte wenden viel Zeit auf“, weiß Wolf. Dies geschehe auch durch Hilfe bei sprachlichen Problemen. Die Asylsuchenden werden durch Fahrdienste zum Arzt, zur Behörde oder auch zum Einkaufen unterstützt. Freiwillige begleiten Asylbewerber bei Arztbesuchen und dolmetschen. Das gleiche gelte für Behördenbesuche beim Sozialamt, Ausländeramt oder Jobcenter. Engagierte Männer und Frauen helfen beim Lesen und beim Erklären der Post. „Es werden Mittel und Wege für die Freizeitgestaltung, beim Basteln, beim Sport oder Musizieren gesucht und so praktisch in allen Lebensbereichen Hilfe angeboten, damit sich die Männer, Frauen und Kinder im Alltag zu Recht finden“, heißt es aus dem Landratsamt.

Bei Anna Kutzer-Meckl, der zuständigen Sozialpädagogin für die Netzwerkarbeit im Bereich Asyl, haben sich bereits mehrere Einwohner aus Oberstimm gemeldet und sich zur Mitarbeit bereit erklärt. „Ich begrüße das ausdrücklich und freue mich sehr über das ehrenamtliche Engagement“, so der Landrat. Auch bei der Caritas, mit der der Landkreis in Sachen Betreuung zusammenarbeitet, gehen laufend Hilfsangebote ein. Ansprechpartnerin bei der Caritas ist Anna Helmke, Telefon (0 84 41) 80 83 -13.

„Ohne die tatkräftige Hilfe und Mitarbeit der ehrenamtlichen Kräfte in allen Standorten für Asylsuchende kann die Betreuung der Asylsuchenden nicht geschultert werden“, betont Landrat Wolf. „Hierzu spreche ich allen ehrenamtlichen Männern und Frauen meinen herzlichen Dank aus.“ Der Landkreis sei beim Thema Asyl auf die große Mithilfe und das Verständnis der Bevölkerung angewiesen. Durch die engagierte Mithilfe der Ehrenamtlichen könne neben der professionellen Hilfe „der neu zu uns kommende Personenkreis möglichst schnell den Alltag meistern, sich in der Schule zu Recht finden und nach einer gewissen Übergangsphase in Arbeit vermittelt werden“, so Wolf. „Die gemeinsamen Anstrengungen tragen dazu bei, dass sich die Flüchtlinge zurechtfinden.“


„Neben der professionellen Asylsozialberatung durch zwei Sozialpädagoginnen der Caritas bildet das Ehrenamt eine tragende Säule bei der Betreuung der Asylbewerber“, unterstreicht Wolf. Bei der Sozialpädagogin Anna Kutzer-Meckl kann man sich unter Telefon 01 73 89 21 68 3 melden. Die Mitarbeiterin mit langjähriger Erfahrung in der Asylberatung wird in Kürze auch eine entsprechende Initiative in Oberstimm starten und bei der Gründung eines Helferkreises unterstützen.

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