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Breitband-Ausbau im gesamten Landkreis soll vorangetrieben werden – 15 der 19 Gemeinden befinden sich bereits im Verfahren – Bei einer Tagung wurde jetzt das weitere Vorgehen abgestimmt

(ty) Im Landkreis Pfaffenhofen arbeiten alle wichtigen Akteure nach eigenen Angaben gemeinsam mit Hochdruck daran, den Breitband-Ausbau voranzutreiben. Auf Einladung des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Pfaffenhofen (ADBV) und in Kooperation mit dem Kommunalunternehmen für Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen (KUS) sowie dem Bayerischen Breitbandzentrum (BBZ) fand nun eine Tagung für die Breitbandpaten aller Landkreiskommunen statt.

Vermessungsrat Stephan Korzeczek, Breitbandmanager am Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung des Landkreises Pfaffenhofen, betonte dabei das gemeinsame Vorhaben, durch die neue Förderrichtlinie den Glasfaseranschluss in jeder Kommune möglichst nahe an den Endnutzer zu bringen. Ziel des Programms sei das Erreichen einer „wesentlichen Verbesserung der aktuellen Breitbandversorgung“. Dafür habe man das neue Verfahren mit nur noch neun Genehmigungsschritten im Vergleich zum ersten Förderprogramm deutlich verschlankt. Während die Planung früher sehr „unternehmensorientiert“ ablief, lege man heute großen Wert auf eine „ganzheitliche Planung“, so Korzeczek. Aktuell befinden sich nach Angaben des KUS bereits 15 der 19 Landkreiskommunen in dem Verfahren, viele von ihnen werden die Markterkundung in Kürze abschließen und deren Ergebnis veröffentlichen.

Jürgen Schuster, Ansprechpartner des Bayerischen Breitbandzentrums, nahm die Veranstaltungsteilnehmer mit auf einen kurzen Exkurs in die Technik des Breitband-Ausbaus. Anhand von Modellen demonstrierte er, wie die Leistung vorhandener Breitband-Struktur gesteigert werden kann. Durch einen Glaserfaseranschluss entstünden dem Hauseigentümer in der Regel keine Mehrkosten – er zahle die regulären Anschlusskosten des Anbieters, erläuterte Schuster.

KUS-Vorstand Johannes Hofner, der bereits mit der Koordination von landkreisweiten Studien zum Breitbandausbau befasst war, erläuterte, wie wichtig ein verstärkter Ausbau aus Unternehmersicht sei. Schließlich nutzen heute fast 100 Prozent der Betriebe das Internet für ihre Arbeitsabläufe, wobei über ein Drittel auf teure unternehmensspezifische Verträge zurückgreife. Schnelles und kostengünstiges Internet sei heute zu einem entscheidenden Standortfaktor geworden, so Hofner. Wichtig sei den Unternehmen neben einer hohen Bandbreite vor allem die Stabilität des Netzes. Der KUS-Chef appellierte an alle Breitbandpaten und Bürgermeister, ihre örtlichen Unternehmen über die „Bemühungen der Kommune im Bereich Breitbandausbau zu informieren“.

Anregungen bot der Erfahrungsbericht von Johann Eichler, Bürgermeister der Gemeinde Aying, der sich bereits seit vielen Jahren dem Breitband-Ausbau in seiner Kommuna widmet. Frühzeitig hat man in Aying einen umfassenden FTTB/FTTH-Masterplan in Auftrag gegeben, mit dem Ziel, „Glasfaser in jedes Haus zu bringen“, so Eichler. Schließlich seien Glasfasernetze die Zukunft und diese dürfe nicht nur den größeren Städten gehören, sondern auch den ländlichen Gemeinden. „Auf jeden Fall sollte jede Tiefbaumaßnahme auf die mögliche Mitverlegung von Mikro-Rohren geprüft werden“, lautete seine Empfehlung an die Gemeinden.

„Die anwesenden Breitbandpaten nutzten die Veranstaltung, um von den Erfahrungen anderer Kommunen zu profitieren, gemeinsam das weitere Vorgehen zu planen und möglichst Synergien – zum Beispiel beim Einkauf von Leerrohren – zu nutzen“, fasst das KUS zusammen.


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