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Im Kreis Pfaffenhofen sollen Bestand und Reviere neu kartiert werden – dabei hofft die Naturschutzbehörde auf breite Unterstützung

(ty) Heuer und im kommenden Jahr findet im Landkreis Pfaffenhofen eine umfangreiche "Biberkartierung" statt. Dabei werden alle Reviere und damit auch die Anzahl der Tiere erfasst. „Durch die Kartierung wollen wir uns einen Überblick über den aktuellen Bestand verschaffen und damit unser Bibermanagement aktualisieren“, erklärt Andreas Kastner von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt. Die Kartierung beginnt seinen Worten zufolge Anfang November und dauert voraussichtlich bis Ende des kommenden Jahres. 

In den Jahren 2000 und 2009 fanden bereits Biberkartierungen im Landkreis statt. Wie daraus hervorging, ist die Anzahl der Tiere in diesem Zeitraum mit 350 bis 400 – in etwa 100 Revieren ­– stabil geblieben. Vermutlich habe sich inzwischen der Bestand aber erhöht, weil der Biber seinen Lebensraum zunehmend auf kleine Gewässer erweitere. „Uns sind viele Bereiche bekannt, in denen der Biber lebt“, so Kastner. „Es gibt aber sicherlich Gebiete, die neu besiedelt oder noch nicht erfasst sind.“ Aus diesem Grund bittet das Landratsamt unter anderem Landwirte, Jäger, Fischer, Wasserverbands-Vorsitzenden sowie die Gemeindeverwaltungen und auch Privatleute um Mithilfe. Kastners Appell: „Bitte nennen Sie uns möglichst genau die Bereiche, in denen der Biber aktiv ist oder lebt. Für eine Meldung reichen bereits Fraßspuren oder Biberaufgänge aus.“ 

Um die Bearbeitung zu erleichtern, sei eine möglichst genaue Benennung der Bereiche, zum Beispiel durch Flurnummern oder GPS-Daten, von Vorteil. Sollte dies nicht möglich sein, reiche auch eine mündliche Beschreibung der Bereiche oder eine Einzeichnung der Gebiete auf einer Karte. „Wenn Sie Orte kennen, an denen der Biber aktiv ist, teilen Sie uns dies bitte in den nächsten zwei bis drei Wochen mit“, wendet sich Kastner an die Bürger. Eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem Landratsamt ist möglich unter (0 84 41) 27 – 315 oder -311. Meldungen können aber auch per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Fax an (0 84 41) 27-13 31 5, sowie per Post oder persönlich erfolgen.

Eingehende Meldungen seien vorerst unabhängig von einer Beratung oder von Maßnahmen, so Kastner. „Nur wenn möglichst viele und genaue Meldungen eingehen, ergibt sich ein realistisches Bild vom aktuellen Biberbestand“, betont er und bittet zugleich um Verständnis dafür, dass für eine genaue Bestandserfassung im Zeitraum der Kartierung Äcker, Wiesen und Uferbereiche durch die Fachleute begangen werden müssen.

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