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Die jüngste Schelte von der CSU war ebenso Thema bei der Mitgliederversammlung der "Interessengemeinschaft Lebendige Innenstadt" wie die neue Info-Broschüre. Präsident Fabian Stahl sieht indes noch weiteres Potenzial für die City.

Audio-Podcast: "Extrem überrascht" von Röders Kritik – Interview mit IGLI-Chef Fabian Stahl

Von Alfred Raths

Die eine oder andere Neuigkeit  bei der Mitgliederversammlung des Vereins "Interessengemeinschaft Lebendige Innenstadt" (IGLI) gab es gestern Abend von deren Präsidenten Fabian Stahl zu verkünden. So wird in wenigen Wochen die Initiative "Gut(e)scheine" starten und am kommenden Mittwoch wird der nagelneue Einkaufsführer für Pfaffenhofen mit dem Titel "Wo gibt's was" in den Briefkästen der Kreisstädter liegen. Diese und andere Engagements sollen mehr Besucher ins Zentrum der Kreissstadt locken. Und IGLI-Chef Fabian Stahl ging auch auf Röders Kritik am Weihnachtswichteln ein.

In einer Auflage von 20 000 Stück kommt die 64 Seiten starke Broschüre unter die Leute. Neben einer Innenstadtübersicht hält der Einkaufsführer auch Informationen rund um das Parken Herzen von Pfaffenhofen bereit. Zudem ist ein Buslinienplan darin enthalten und es gibt neben den Werbetexten diverser Geschäfte einiges Wissenswertes rund um die Stadt.

Auf eine ganz andere Art zum Kauf animieren will man bei der IGLI per Kooperation mit dem Hallertauer Regionalgeld. Einlösbar in der ganzen Innenstadt wird es "Gut(e)scheine" in sechs Stückelungen bei sechs Ausgabestellen zu erwerben geben. Die offizielle Einführung dieser Art von Regionalgeld ist zur Eröffnung des Pfaffenhofener Christkindlmarkts vorgesehen. "Die Innenstadt hat sich gut entwickelt – hat aber auch noch Potenzial", freute sich Stahl bei seiner Rückschau bis ins Jahr 2012.

Für die nähere Zukunft habe man sich unter anderem wieder eine "Nacht der Kunst" vorgenommen, die im kommenden Jahr am 4. Juli stattfinden soll, so Stahl.

"Das hat mich ein bisserl geärgert", sagte IGLI-Chef Fabian Stahl über die Kritik des CSU-Bürgermeisterkandidaten Thomas Röder am Wichtel-Konzept.

Weiterhin geben werde es auch das so genannte Weihnachtswichteln, einer Art von Zustellservice für Geschenke. Unlängst war unter anderem auch dieses Angebot ins Blickfeld des frisch gekürten Pfaffenhofener CSU-Bürgermeisterkandidaten Thomas Röder geraten, der sich darüber kritisch äußerte und Weihnachtswichtel etwa durch den Einzug von Engeln und den Nikolaus ersetzt wissen wollte und "kulturelle Mutationen" kritisierte.

"Das hat mich ein bisserl geärgert", sagte Stahl dazu.  Hinter der Aktion "Weihnachtswichteln und Weihnachtszauber" stecke extrem viel ehrenamtliche Arbeit engagierter Leute, wollte er betont wissen. Dazu passe so ein Aussage Röders nicht, dass das kein Pfaffenhofener haben wolle.  Die Forderung Röders stieß bei den anwesenden knapp zehn IGLI-Mitgliedern auf Unverständnis. Stahl meinte dazu, die von Röder gemachten Aussagen seien bereits dem Kommunalwahlkampf geschuldet. Bei den Kunden käme die bereits im sechsten Jahr durchgeführte Aktion gut an und im vergangenen Jahr seien immerhin 1700 Geschenksackerl verteilt worden.

Unabhängig von der nun insbesondere über Facebook geführten Diskussion um den Christkindlmarkt der Stadt wolle Stahl mit Röder dort demnächst trotz aller Querelen "wieder eine Feuerzangenbowle trinken", wie er sagte. Und im Interview mit unserer Zeitung stellte er klar: Am Weihnachtswichtel wolle man festhalten.  

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