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Nach dem Großeinsatz in Niederscheyern in der vergangenen Nacht liegen inzwischen weitere Informationen vor.

(ty/zel) Nach bisherigen Feststellungen gehen die Experten der Kripo davon aus, dass – wie bereits vermutet – ein Blitzeinschlag am gestrigen Abend den folgenreichen Brand in dem Doppelhaus am Ahornring im Pfaffenhofener Ortsteil Niederscheyern ausgelöst hat. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord bezifferte den Schaden nach einer ersten, vorsichtigen Schätzung auf zirka 80 000 Euro. Zwei Hausbewohner wurden durch eingeatmete Rauchgase beziehungsweise einen Stromschlag verletzt. Ein Feuerwehrmann wurde von einem herabfallenden Dachziegel getroffen.

Kurz nach 22 Uhr bemerkten die Bewohner des Doppelhauses am Ahornring – während des gerade herrschenden Unwetters – die Rauchentwicklung. Zudem schlug laut Polizei ein installierter Rauchmelder an. Wie sich herausgestellt habe, war zu diesem Zeitpunkt bereits der Dachstuhl des Wohnhauses in Brand geraten. Während die Tochter der Familie die Feuerwehr alarmierte, habe der Familienvater noch versucht, mit einem Feuerlöscher die Flammen zu bekämpfen – was jedoch aufgrund des Brandfortschritts nicht mehr gelingen sollte. Der vierköpfigen Familie sei es jedoch gelungen, das Gebäude rechtzeitig zu verlassen.

 

Die alarmierten Feuerwehren aus Pfaffenhofen, Scheyern und Hettenshausen rückten mit gut 70 Leuten zur Brandbekämpfung an. Ihr Eingreifen erfolgte laut Polizei so rechtzeitig, dass die Ausbreitung der Flammen weitgehend auf den Dachstuhl begrenzt werden konnte. Dieser sei allerdings durch den Brand stark beschädigt worden.

„Ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Doppelhaus konnte verhindert werden“, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums und bestätigte damit, was Manfred Schweigard heute Nacht unserem Reporter vor Ort geschildert hatte. Der Vize-Kommandant der Pfaffenhofener Feuerwehr hatte die Einsatzleitung inne. Laut Polizei wurde der Dachstuhl des angrenzenden Doppelhauses lediglich leicht beschädigt.

Bei seinen Löschbemühungen habe der Familienvater Rauchgase eingeatmet. Er trug laut Polizei eine leichte Rauchgas-Intoxikation davon. Sein Sohn habe – vermutlich ausgelöst durch eine Überspannung in Folge des Blitzschlags – einen Stromschlag erlitten. Außerdem sei ein Feuerwehrmann im Zuge der Brandbekämpfung von einem herabfallenden Dachziegel getroffen worden. Alle drei Personen erlitten leichte Verletzungen, wie Thomas Schwarzmeier als Einsatzleiter des Rettungsdienstes in der Nacht gegenüber unserer Zeitung erklärt hatte. Von Seiten der Kripo wurde das inzwischen noch einmal bestätigt.

 

Zunächst waren Beamte der Pfaffenhofener Polizeiinspektion vor Ort. Noch in der Nacht übernahm der Kriminaldauerdienst der Ingolstädter Kripo die detaillierten Ermittlungen zur Ursache des Feuers. „Aufgrund der ersten Feststellungen am Brandort wird ein Blitzeinschlag als Auslöser des Brandes angenommen“, wurde inzwischen aus dem Polizeipräsidium erklärt. Die Schadenshöhe werde nach ersten, vorsichtigen Schätzungen in einer Größenordnung um 80 000 Euro angesiedelt.

 

Die Einsatzkräfte waren bis weit nach Mitternacht – unter anderem mit Nachlösch-Arbeiten und dem Aufspüren von Glutnestern – beschäftigt. Das Technische Hilfswerk aus Pfaffenhofen war zunächst mit acht Mann im Einsatz, zum Abdichten des Dachs sollten weitere THW-Helfer dazukommen. Das Rote Kreuz war nach eigenen Angaben mit insgesamt drei Rettungswagen und neun Leuten präsent – auch zur Absicherung des umfangreichen Feuerwehr-Einsatzes, bei dem mehrere Floriansjünger unter Atemschutz agieren mussten.

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