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 Der "Schlussentwurf" für das Hauptgebäude des Landratsamts wird laut Kreischef Wolf keine zusätzliche Etage beinhalten – im Innenhof soll eine Bühne entstehen

(ty/zel) Zwar ist noch unklar, wie das Pfaffenhofener Landratsamt von vorne nach der 17 Millionen Euro teuren Generalsanierung aussehen soll, doch im hinteren Teil wird ja bekanntlich schon fleißig gewerkelt. Der Bau- und Vergabeausschuss des Landkreises hat in seiner letzten Sitzung des Jahres nun weitere Aufträge erteilt. Und Landrat Martin Wolf (CSU) teilte mit, dass die aktuelle Planung für den dem Hauptplatz zugewandten Teil des Gebäudes keine Aufstockung vorsehen wird. Bekanntlich hatte die Variante einer zusätzlichen Etage für kontroverse Diskussionen gesorgt. Und obwohl sich die Entwürfe durchaus sehen lassen konnten, wandte sich die allgemeine Stimmung eher gegen die Aufstockung. Dem wird nun offensichtlich Rechnung getragen. Im Innenhof soll im Zuge der Umbaumaßnahmen eine überdachbare Bühne entstehen, um das kulturelle Leben zu bereichern, teilte Wolf außerdem mit.

Diese Variante ist nun offenbar vom Tisch – denn der "Schlussentwurf" für das Hauptgebäude des Landratsamts soll laut Landrat Wolf keine Aufstockung beinhalten.

Bei den nun vergebenen Aufträgen handelt es sich um die Trockenarbeiten, für die den Zuschlag die den Zuschlag die Firma Wasem aus Seiboldsdorf für rund 324 000 Euro erhielt. Der Auftrag für die Elektro- und Brandmeldeanlage in Höhe von fast 96 000 Euro ging an die Firma Dafner aus Ergolding. Für die Fenster/Pfosten-Riegel genehmigten die Kreisräte einen Nachtrag zum ursprünglichen Auftrag in Höhe von 42 000 Euro. 

Wie Landrat Martin Wolf (CSU) und Architekt Wolfgang Eichenseher mitteilten, liegen die Bauarbeiten am „Bauteil C“ des Landratsamts voll im Zeitplan. „Wir sind mit dem Baufortschritt sehr zufrieden.“ Eichenseher fügte hinzu, dass das Gebäude soweit „winterfest“ gemacht werden könne, dass die Ausbauarbeiten nach der Weihnachtspause fortgeführt werden können.

Ohne Aufstockung könnte das Landdratsamt nach der Generalsanierung so aussehen.

Auf Nachfrage von Kreisrat Josef Finkenzeller betonte Wolf, dass der „Schlussentwurf“ für den „Bauteil A“ des Landratsamts, der sich unmittelbar am Hauptplatz befindet, kein viertes Obergeschoss vorsehen wird. Grund dafür seien sowohl die schwierigen Gegebenheiten der Gebäudeerschließung, als auch die Vorgaben des Denkmalschutzes – und nicht zuletzt die Bürgeranhörung gemeinsam mit dem Forum Baukultur.

Wolf wies darauf hin, dass ein weiterer optimierter Entwurf für das Hauptgebäude voraussichtlich im Frühjahr vorgelegt wird. Dieser werde in einer „Schlussrunde“ nochmals sowohl bei den Fachleuten als auch bei der Bevölkerung zur Diskussion gestellt.

So sieht die Kreisbehörde derzeit aus.

Wie er weiter erläuterte, werde der Innenhof in die Umgestaltung einbezogen. Vorgesehen sei unter anderem eine fest installierte Bühne, die eine entsprechende technische Ausstattung habe und bei Bedarf mit einem „Stecksystem“ überdacht werden könne. So könne aus der Kreisbehörde heraus das kulturelle Leben in der Stadt bereichert werden. Die Mitglieder des Bau- und Vergabeausschusses schlossen sich einstimmig dieser Verfahrensweise an.

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