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Was den Unternehmen im Kreis Pfaffenhofen sorgen bereitet, wurde auch bei der jüngsten Sitzung des IHK-Region-Ausschusses deutlich.

(ty) Wenngleich die Mehrheit der Mitglieder des IHK-Regional-Ausschusses für den Landkreis Pfaffenhofen die Auftrags-Lage in ihren Unternehmen als gut bezeichne, bleibe die Stimmung mit Blick aufs neue Jahr zum Großteil verhalten. "Die Verunsicherung in den Betrieben äußert sich unterschiedlich", heißt es in einer aktuellen IHK-Mitteilung. "Besonders belasten die Wirtschaft die schwer zu kalkulierenden Energie-Kosten. Hinzu kommen häufig enorm gestiegene Preise bei Rohstoffen und Vorprodukten oder in der Gastronomie die Lebensmittelpreise", fasst Eduard Kastner, der Vorsitzender des IHK-Regional-Ausschusses, zusammen. "Einige Unternehmer wissen nicht, bis zu welchem Grad sie Teuerungen an ihre Kunden weitergeben können, denn auch hier sind Grenzen gesetzt. Preise für 2023 zu kalkulieren, ist schwierig."

Angespannt stellt sich nach IHK-Angaben die Situation auch in der Logistik dar, in der deutschlandweit zudem etwa 80 000 Fahrer fehlen. "Abgesehen vom Personal-Mangel, der uns sehr belastet, spüren wir deutliche Bremsspuren in der Wirtschaft", berichtet Alfred Amenda, der Geschäftsführer des gleichnamigen Transport-Unternehmens aus Hohenwart. "Es wird viel weniger befördert. Normalerweise haben wir im November Hochkonjunktur." Allerdings: Sollte die Wirtschaft wieder anziehen, wird nach den Worten von Amenda die Logistik eben wegen des Fahrer-Mangels ohnehin nicht mitziehen können. Eine brandgefährliche Situation für den Wirtschafts-Standort, sei das.

Auch Unternehmerinnen und Unternehmer aus anderen Branchen benannten laut IHK im Rahmen der jüngsten Sitzung des IHK-Regional-Ausschusses den Personal-Mangel quer durch alle Qualifizierungsstufen als große Belastung für ihre Betriebe und als Risikofaktor für die weitere Geschäfts-Entwicklung. Aufgabe des Ausschusses im neuen Jahr – so die breite Meinung in der Diskussion – müsse daher sein, Ideen zu entwickeln, wie sich die Region mit ihren interessanten Arbeitgebern sowohl als attraktiver Arbeitsplatz als auch Lebensmittelpunkt besser präsentieren und vermarkten könne. "Darauf werden wir in unserer nächsten Sitzung den Fokus setzen", so Kastner.


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