Logo
Anzeige
Anzeige

Sie arbeitet bei der THI, ist Kreisvorsitzende ihrer Partei und engagiert sich beim BN. "Ich weiß, wie man Lösungen findet, wo andere nur Probleme sehen."

(ty) Bettina Markl geht bei der Kommunalwahl im kommenden Frühjahr als Landrats-Kandidatin der Grünen im Kreis Pfaffenhofen ins Rennen. Mit großer Mehrheit wurde die 42-Jährige am heutigen Sonntag von Partei-Mitgliedern bei der Aufstellungs-Versammlung im Gasthof Bogenrieder in Pörnbach nominiert. Andere interne Bewerberinnen oder Bewerber gab es nicht. Markl ist gelernte Kauffrau und arbeitet als Projekt-Leiterin an der Technischen Hochschule von Ingolstadt (THI). Sie ist Vorsitzende der Grünen im Kreis Pfaffenhofen und Sprecherin des Grünen-Ortsverbands für Baar-Ebenhausen und Pörnbach. Außerdem ist sie Chefin der "Bund Naturschutz"-Ortsgruppe für Reichershofen, Baar-Ebenhausen und Pörnbach.

"Ich will was bewegen. Und auf Kreis-Ebene kann man was bewegen", erklärt Markl zu ihren politischen Ambitionen. Den finalen Ausschlag für ihre Kandidatur habe auch das Hochwasser Anfang Juni vergangenen Jahres gegeben, das weite Teile des Kreises Pfaffenhofen, insbesondere ihren Heimatort Baar-Ebenhausen, schwer getroffen habe. Markl selbst war nach eigenem Bekunden tagelang im Einsatz. "Da wurde mir klar: Es reicht nicht, zu warnen", sagt sie. "Ich will aktiv gestalten. Ich will, dass wir den Schutz unsere Lebensgrundlagen endlich ernst nehmen und als Basis für unseren Wohlstand und Lebensqualität bewahren."

"Umfassende Verwaltungs-Erfahrung"

In der Kommunalpolitik ist sie seit rund fünf Jahren für die Grünen aktiv. Markl verweist mit Blick auf den angestrebten Landrats-Posten auf ihre "umfassende Verwaltungs-Erfahrung". Bei ihrer Arbeit an der THI initiiere und leite sie Projekte zur Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses zwischen Staat, Unternehmen, Schulen und Gemeinden sowie weiteren Akteuren mit unterschiedlichsten Interessen. Sie betont, dass gerade die tägliche Arbeit direkt mit Kindern und Jugendlichen ihr für die politische Arbeit Lösungen an die Hand gebe.

Mehr miteinander reden und zuhören – das sei ihr auch wichtig in der Kommunalpolitik. Nur so könne die Demokratie bewahrt werden, unterstreicht sie. Deshalb habe sie auch die Initiative "Frauen für Demokratie" gemeinsam mit Frauen aus verschiedenen Gruppierungen gestartet – um mehr Frauen zu gewinnen und sie zu stärken für die politischen Debatten direkt vor Ort. "Ich weiß, wie man vermittelt", sagt sie. "Ich weiß, wie man Lösungen findet, wo andere nur Probleme sehen. Und ich weiß, wie man Menschen auf Augenhöhe begegnet – egal, ob im Blaumann oder im Anzug."

"Bin meinen Weg gegangen"

Ihr Weg sei nicht geradlinig verlaufen, berichtet sie: "Mein Vater war Handwerker aus einer Hallertauer Bauern-Familie. Er meinte, ein Mädel braucht keine Ausbildung. Ich bin trotzdem meinen Weg gegangen. Ich hab gelernt, beide Seiten zu verstehen." Dieser Erfahrungsschatz präge ihre politische Haltung – "praxisnah, lösungsorientiert, mit einem klaren Werte-Kompass".

Die 42-Jährige verweist auf die Erfolge der Grünen im Pfaffenhofener Kreistag. Die Fraktion bildet bekanntlich zusammen mit Freien Wählern, SPD, Bürgerliste und ÖDP ein buntes Mehrheits-Bündnis unter der Regie von Landrat Albert Gürtner (FW) und stellt mit der ehemaligen Grünen-Kreisvorsitzenden Kerstin Schnapp eine Stellvertreterin des Landrats. Markl nennt konkret das neue ÖPNV-Konzept und Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien sowie Verbesserungen in der Pflege.

"Ich weiß: Es geht besser!"

Doch sie stellt auch klar: "Da geht noch mehr. Bezahlbares Wohnen und eine Stärkung der lokalen Wirtschaft, die auch ohne Flächenfraß auskommt – das muss unser Ziel sein." Markl kündigt an, gemeinsam mit der Partei-Basis sowie allen Interessierten ein starkes Programm zu entwickeln. "Eine Landrätin kann nichts allein – es braucht Euch alle", sagte sie bei der Nominierungs-Versammlung. "Es braucht Mut, Haltung und die Kraft, auch gegen Widerstände weiterzumachen. Ich bin bereit. Und ich weiß: Es geht besser!"

Lesen Sie auch:

Andreas Aichele (49) soll für die CSU den Pfaffenhofener Landrats-Posten erobern

"Mein Platz ist in Reichertshofen": Franken schließt Landrats-Kandidatur 2026 aus 


Anzeige
RSS feed