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Bürgermeister Thomas Herker (SPD) referierte bei einem Bundeskongress für nationale Stadtentwicklung in Hannover über Kleinstädte der Zukunft und kommunale Herausforderungen

(ty) Der Pfaffenhofener Bürgermeister Thomas Herker (SPD) hat von 14. bis 16. September am Bundeskongress „Nationale Stadtentwicklung“ in Hannover teilgenommen. Wie die Stadtverwaltung erst heute bekanntgab, war er vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit eingeladen worden, um bei zwei Rahmenveranstaltungen Vorträge zu halten. Demnach sprach er am Mittwoch zunächst  bei einem Forum mit dem Titel „Kleinstädte der Zukunft – neue Aufgaben und Perspektiven“ sowie am späteren Nachmittag beim Verbändetreffen des deutschen Städtetags und des deutschen Städte- und Gemeindebunds zum Thema „Wohnen in Stadt und Land – kommunale Herausforderungen und Konzepte“.

 

„Damit wurde die Stadt Pfaffenhofen“, so ließ die Stadtverwaltung wissen, „wieder einmal als beispielgebend für Kleinstädte herangezogen, und das sogar doppelt – in der Veranstaltung des Bundesministeriums und auch in der des Deutschen Städtetages.“ Unter den Kongress-Teilnehmern befanden sich den Angaben zufolge zahlreiche Bürgermeister und Politiker aus ganz Deutschland sowie hochrangige Experten und Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung. 

 

Herker stellte die Stadt Pfaffenhofen und die örtlichen Gegebenheiten kurz vorg und ging auf die aktuelle Entwicklung  sowie die derzeitige angespannte Wohnraumsituation ein. Besonderes Augenmerk legte er auf die städtischen Strategien zur Stärkung des Wohnstandortes Pfaffenhofen und zur  Schaffung bezahlbaren Wohnraums. „Im Vergleich zu den meisten anderen Kommunen der Republik befinden wir uns in einer privilegierten Situation“, so Herker „Dennoch sind wir mit der Herausforderung konfrontiert, dass wir ein guter Fleck zum Leben, insbesondere für die Schwachen und Hilfsbedürftigen, bleiben.“

 

Im Thema Wohnen, so Herker weiter, stecken seiner Meinung nach derzeit vielleicht die größten Herausforderungen für die Stadt Pfaffenhofen: Wohnen müsse bezahlbar bleiben, auch für Einheimische solle der Traum von den eigenen vier Wänden erfüllbar sein – und es würden mehr Sozialwohnungen gebraucht. Die Kreisstadt will bekanntlich in den nächsten Jahren rund 30 Millionen Euro in den sozialen Wohnungsbau investieren. Damit sollen viele sanierungsbedürftige Wohnungen modernisiert sowie mindestens 130 zusätzliche Sozialwohnungen gebaut werden. Und damit auch für die Schwächsten in der Gesellschaft Platz bleibt, wird derzeit ja ein Erweiterungsbau am Obdachlosenheim errichtet.

 

Als weitere städtische Maßnahmen nannte Herker die Durchsetzung der Mietpreisbremse und die Erstellung des ersten Pfaffenhofener Mietspiegels.  „Ein Vorzeige-Projekt ist das Pfaffenhofener Einheimischen-Modell, das bereits in ähnlicher Form von anderen Kommunen übernommen wurde und das vor kurzem noch deutlich ausgeweitet wurde, um den Alteingesessenen – vor allem Familien – auch weiterhin den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände zu ermöglichen“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Ebenfalls Modellcharakter habe das Neubaugebiet „Ecoquartier“, in dem Wohnen, Gewerbe und Landwirtschaft mit den Kriterien der Nachhaltigkeit verbunden werden sollen.


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