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Eine aufmerksame Nachbarin und entschlossen agierende Polizisten haben heute Nacht einer Frau das Leben gerettet

(ty) Eine aufmerksame Nachbarin sowie entschlossen zu Werke gehende Gesetzeshüter haben heute Nacht in Vilsbiburg im Kreis Landshut vermutlich einer Frau das Leben gerettet. Gegen 23.50 Uhr wurde die Polizei von der besagten Nachbarin über Brandgeruch und einen schrillenden Rauchmelder aus der Nachbarwohnung in der Eckstraße informiert. Zuvor hatte die Frau bereits vergeblich versucht, die Wohnungsinhaberin durch Klingeln und Klopfen zu erreichen.

 

Die wenig später eingetroffenen Polizisten stellten vor Ort ebenfalls starken Brandgeruch und aus den Ritzen dringenden Rauch fest. Da die Wohnungstür sich nicht gewaltsam öffnen ließ, und auch die Feuerwehr noch nicht eingetroffen war, eilten die Polizisten auf die Rückseite der Wohnung. Durch die Fenster sahen sie die Inhaberin – augenscheinlich ohnmächtig – im Wohnzimmer auf einem Stuhl sitzen. Ihr drohte das Ersticken. 

Ohne zu zögern, so berichtet ein Polizei-Sprecher, „brachen die Beamten mit brachialer Gewalt die leicht gekippte Terrassentür auf und betraten ohne Rücksicht auf die für sie selbst bestehende Gefahr die sehr stark verrauchte Wohnung“. Anschließend brachten sie die zwischenzeitlich wieder ansprechbare, aber orientierungslos wirkende Frau ins Freie. Dort konnte sie von den inzwischen eingetroffenen Rettungskräften weiter behandelt und betreut werden.

 

Die Frau sei vorsorglich zur weiteren Untersuchung ins örtliche Krankenhaus gebracht worden. Nach derzeitigem Stand „kann davon ausgegangen werden, dass sie keine ernsthaften gesundheitlichen Schädigungen erlitten hat“, hieß es heute von der Polizei. Dies gelte auf für die Beamten, die nach der Rettungstat ihren Nachtdienst fortsetzten –  „mit dem stolzen Gefühl, Schlimmeres verhütet zu haben“.

 

Als Ursache für die Rauchentwicklung konnte nach Angaben der Polizei ein Topf mit Essensresten ermittelt werden, den die Wohnungsinhaberin offenbar auf dem noch eingeschalteten Kochfeld vergessen hatte. Von der Feuerwehr wurde die Wohnung durchgelüftet und vom Rauch befreit. „Mit Ausnahme des verbrannten Essens entstand bei dem Vorfall zum Glück kein weiterer Sachschaden“, teilte die Polizei mit. Der Topf werde vermutlich nicht mehr zu gebrauchen sein. Für die weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr durch die Rauchentwicklung bestanden.


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