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Aufsehen erregende Fälle aus den aktuellen bayerischen Polizeiberichten

Drohung eines Schülers (15) löst Großeinsatz aus

(ty) Nach einer Drohung durch einen 15-Jährigen mussten am heuteigen Nachmittag in Selb (Kreis Wunsiedel) etwa 200 Schüler im Schulgebäude bleiben. Zahlreiche Einsatzkräfte der Landespolizei, der Bundespolizei und der tschechischen Polizei waren im Einsatz und fahndeten grenzüberschreitend nach einem Jugendlichen. Der wurde schließlich im Stadtgebiet von Selb festgenommen. 

Gegen 13.15 Uhr ging über die Schule in der Jahnstraße bei der Polizei die Meldung über eine allgemeine Drohung ein. Diese soll ein 15-jähriger Schüler über eine Mitteilung per Mobiltelefon geäußert haben. Zahlreiche Einsatzkräfte begaben sich zur Schule und sperrten den Bereich weiträumig ab. Bereits nach kurzer Zeit war klar, dass sich der Schüler nicht mehr in dem Gebäude befindet und eine unmittelbare Gefahr für die Schüler sowie für die Lehrer nicht mehr gegeben war. Allerdings mussten die etwa 200 Schüler sowie die Lehrer im Gebäude bleiben, wo planmäßig der Unterricht fortgesetzt wurde.

Streifen der Landespolizei, der Bundespolizei und auch der alarmierten tschechischen Polizei fahndeten großräumig nach dem Jugendlichen. Die Neuorganisation der Dienststellen im Grenzraum hat somit bereits am ersten Tag im Bezug auf die Zusammenarbeit und die Koordination der Fahndungsmaßnahmen ihre erste Bewährungsprobe bestanden. Alle verfügbaren Streifen der neuen „Polizeiinspektion Fahndung“ waren eingesetzt.

Kurz vor 15.30 Uhr konnte eine Streife der Bundespolizei den 15-Jährigen im Stadtgebiet festnehmen. Die im Schulgebäude sicher untergebrachten Schüler durften daraufhin wohlbehalten ihre Klassenzimmer verlassen. Die Kriminalpolizei Hof hat die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Drohung aufgenommen.

 

Ehemann rastet bei Festnahme seiner Frau aus

(ty) Gestern gegen Mittag wollte eine Streife der Polizeiinspektion Augsburg-Ost einen Vorführbefehl des Amtsgerichts Augsburg gegen eine 22-jährige Frau in Lechhausen vollziehen. Die ließ sich auch widerstandlos festnehmen und sollte zum Gericht gebracht werden. Damit war aber der hinzukommende Ehemann nicht einverstanden – er rastete aus.

Einem Platzverweis kam der 26-Jährige nicht nach, vielmehr bedrohte er die Polizeikräfte. Bei seiner Fesselung leistete er massiven Widerstand und wollte eine Polizistin die Treppe hinunterstoßen. Die Beamtin wurde bei der Festnahme an der Stirn verletzt und musste ins Krankenhaus; ihr Kollege erlitt Abschürfungen an Armen und Beinen.

Der Ehemann wurde nach seiner vorläufigen Festnahme wieder entlassen und wird nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Seine Frau wurde trotz des Zwischenfalls noch rechtzeitig zum Gericht gebracht. Die beiden verletzten Polizeibeamten verrichteten heute schon wieder ihren Dienst.

 

Familienstreit eskaliert: Polizist verletzt

(ty) Gestern gegen 21.45 Uhr wollten Augsburger Polizisten einen Familienstreit in Lechhausen schlichten. Der deutlich alkoholisierte Ehemann zeigte sich gleich zu Beginn sehr aggressiv und verweigerte die Herausgabe seines Ausweises. Er widersetzte sich auch dem ausgesprochenen Platzverweis und der Gewahrsamnahme. Bei seiner Fesselung wehrte sich der 34-jährige massiv und weigerte sich, selbst zu laufen.

Bei dem Versuch der Polizisten, den Mann zu tragen, trat er gezielt mit dem Fuß gegen das Gesicht eines Beamten, so dass dieser am Kinn verletzt wurde. Bei seiner Einlieferung in den Arrest beleidigte er weiterhin die Beamten massiv. Später zeigte er dann doch ein wenig Reue und entschuldigte sich für sein Verhalten. Der 34-Jährige wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.

 

Grenzüberschreitende Hilfe

(ty) Wie vernetzt die Welt in Zeiten der sozialen Medien ist, zeigt ein Fall, den oberbayerische und polnische Polizeibehörden gestern zu einem guten Ende brachten. Ein Mann aus Geretsried hatte sich am Abend hilfesuchend über den Notruf „110“ an die Einsatzzentrale der Polizei in Rosenheim gewandt. Er hatte zuvor über ein soziales Netzwerk Kontakt zu einem Landsmann in Polen gehabt, der ihm Fotos eines gemeinsamen Bekannten zukommen ließ. Dieser 30-Jährige aus Nowa Sól (Stadt am linken Ufer der Oder) war darauf blutend zu sehen, außerdem habe der Verletzte „seltsame Nachrichten“ verschickt.

Die Einsatzzentrale reagierte schnell. Über das „Gemeinsame Zentrum Swiecko“ wurde die zuständige Polizeidienststelle in Polen informiert. Eine Polizeistreife fand den 30-Jährigen kurz darauf in seiner Wohnung. Er hatte sich Schnitte an den Handgelenken zugefügt, die aber zum Glück nicht lebensgefährlich waren. Er kam in ein Krankenhaus.  Der Fall zeigt, dass auch für die Polizei Staatsgrenzen längst kein Hindernis mehr sind und eine Zusammenarbeit mit Nachbarländern heutzutage schnell und unbürokratisch möglich ist.

Zum Hintergrund: Im Dezember 2007, nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten, nahm eine gemischt besetzte Dienststelle mit dem Namen „Gemeinsames Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit" im polnischen Swiecko seine Arbeit auf. Eine Schwerpunktaufgabe ist die Bearbeitung von Ersuchen und Anfragen im Rahmen der polizeilichen Rechtshilfe.

Großfahndung nach Sexualdelikt

(ty) Nach einem mutmaßlichen Sexualdelikt in der Nacht auf heute in der Fritz-Drescher-Straße in Schweinfurt fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem bislang noch unbekannten Täter. Von ihm liegt inzwischen eine Personenbeschreibung vor. Die Ermittlungen werden von der Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt.

Dem bisherigen Kenntnisstand zufolge hatte ein Zeuge gegen 3.30 Uhr in der Nähe des Gymnasiums eine verletzte Frau gefunden. Den bisherigen Ermittlungen nach hat ein bislang Unbekannter unter Gewaltanwendung sexuelle Handlungen an der 23-Jährigen vorgenommen. Die Verletzte wird aktuell in einem Krankenhaus behandeln. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind die körperlichen Verletzungen der Frau nicht schwerwiegend. Zum Zwecke der Beweissicherung war der Tatortbereich in der Fritz-Drescher-Straße weitläufig abgesperrt. Von den Absperrmaßnahmen waren auch Teile des Schulgeländes betroffen.

Aktuell fahndet die Polizei mit einem Großaufgebot nach dem Täter. Von ihm liegt folgende Beschreibung vor: zirka 180 Zentimeter groß, ungefähr 30 Jahre alt, kurze Stoppelhaare, hohe Stirn, helle Haut; trug blaue Jeans und dunkle Winterjacke mit Kapuze; hatten einen großen, grünlichen Rucksack bei sich. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. Hinweise werden unter (0 97 21) 20 2 – 17 31 entgegengenommen.

 

Vermisste Frau in Frankfurt gefunden

(ty) Eine 23-Jährige aus Kleinrinderfeld (Kreis Würzburg) war am gestrigen Abend als vermisst gemeldet und von zahlreichen Einsatzkräften die Nacht über intensiv gesucht worden. Die junge Frau konnte zur Erleichterung aller in den Morgenstunden durch die Bundespolizei in Frankfurt wohlauf angetroffen werden.

Der Lebensgefährte der jungen Frau hatte die Frau am späten Montagabend als vermisst gemeldet. Die 23-Jährige befand sich in einer psychischen Ausnahmesituation und hatte gegen 19 Uhr die gemeinsame Wohnung zu Fuß und ohne Jacke verlassen. Die Polizeiinspektion Würzburg-Land hatte noch in der Nacht umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Neben einem Polizeihubschrauber waren zahlreiche Beamte und Feuerwehrmänner am Boden im Einsatz, auch die Rettungshundestaffel war zur Unterstützung mit eingebunden.

Zunächst konnte die junge Frau weder an bekannten Anlaufadressen noch im Rahmen der Fahndung aufgefunden werden. Von der Bundespolizei kam am Morgen dann die Meldung, dass die Vermisste am Frankfurter Hauptbahnhof angetroffen wurde. Die 23-Jährige war unverletzt und wurde anschließend zur Behandlung in ein Bezirkskrankenhaus gebracht.

 

Autofahrer schlägt Polizisten dienstunfähig

(it) Gestern am späten Nachmittag widersetzte sich im Nürnberger Süden ein Autofahrer einer Polizeikontrolle. Einer der beteiligten Beamten ist nun erst einmal dienstunfähig. Gleich mehrere Zeugen hatten einen auffällig fahrenden Verkehrsteilnehmer gemeldet, der zudem einen parkenden Pkw beschädigt und sich vom Unfallort entfernt hatte.

 Die zuständige Polizeiinspektion konnte den Autofahrer kurz darauf in der Frankenstraße antreffen. 

Der Mann zeigte Anzeichen einer Alkoholisierung und war mit einer freiwilligen Blutentnahme zunächst einverstanden. Auf der Dienststelle griff er die Polizisten aber plötzlich an und verletzte dabei einen Beamten, so dass der bis auf weiteres keinen Dienst leisten kann. 
Der Beschuldigte konnte überwältigt werden und blieb zur Ausnüchterung noch einige Stunden auf der Wache. Ihn erwarten nun diverse Ermittlungsverfahren.


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