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Hunderte Leute folgten heute dem Aufruf des Aktions-Bündnisses, es gab zahlreiche Rede-Beiträge. Parallel fand eine Veranstaltung der AfD statt, gegen die man sich wandte.

(ty) Mehrere hundert Leute sind heute Nachmittag zu einer Kundgebung auf den Hauptplatz gekommen, zu der das Aktions-Bündnis "Pfaffenhofen ist bunt" eingeladen hatte. Hintergrund war eine Wahlkampf-Veranstaltung der "Alternative für Deutschland" (AfD), die zeitgleich nur ein paar Meter weiter stattfand. Begleitet von Live-Musik, präsentierte "Pfaffenhofen ist bunt"-Versammlungsleiter Markus Käser – SPD-Kreischef und Landtags-Kandidat – auf der eigens aufgebauten Bühne gut ein Dutzend Redner, die sich in unterschiedlichen Beiträgen gegen rechte Parolen, Ausgrenzung und Rassismus aussprachen.

 

Nach Angaben der Pfaffenhofener Polizeiinspektion waren nahe dem Marienbrunnen am Oberen Hauptplatz 350 bis 400 Leute friedlich versammelt. "Das Entscheidende ist gewesen, dass die Veranstaltung eine sehr sehr breite Bevölkerung angesprochen hat", fasste Käser seinen Eindruck am Ende gegenüber unserer Zeitung zusammen. Er sprach sogar von bis zu 600 Teilnehmern, die da gewesen seien. "Ich bin begeistert von der Besucherzahl", so sein Kommentar. Das sei für den Veranstaltungs-Beginn um 17 Uhr für Pfaffenhofen schon beachtlich. Die Bühne sei unter anderem besetzt gewesen mit Pfarrern, Friedens-Aktivisten und politischen Vertreter, betonte er: "Eine bunte Mischung, so wie Pfaffenhofen bunt ist." Die Rede-Beiträge umfassten ein breites Spektrum: von Humanismus über Klimaschutz bis Toleranz. Gegen Intoleranz, Ausgrenzung und Fremden-Feindlichkeit.

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In nur sehr kurzer Zeit habe man die Veranstaltung auf die Beine gestellt, so Käser. "Ich fand es auch optimal, wie die Bühnen-Aufteilung war." Kein Verständnis habe er für kritische Stimmen über diese Gegenveranstaltung zu dem AfD-Wahlkampf-Auftritt. "Wir wollten ein Angebot machen für diejenigen, die sagen: Wir wollen Gesicht zeigen", betonte Käser. "Und genauso war es. Es gab keine bösen Worte." Das Wichtigste sei für Käser und seine rund 50 Helfer, "dass alles ordnungsgemäß, friedlich und sauber abgelaufen ist". Er sei deswegen "rundum zufrieden". So ging es offenkundig auch Bürgermeister Thomas Herker (SPD). Er postete auf Facebook ein Foto von der "Pfaffenhofen ist bunt"-Bühne, das den Blick in die Menge zeigte, und kommentierte dieses mit den Worten: "Ich bin stolz auf diese Stadt!"

 

Ein explizites Motto hatte diese von dem überparteilichen Aktions-Bündnis organisierte Veranstaltung nicht. "Herz statt Hetze", war unter anderem aus der Menge zu vernehmen – das hätte im Sinne der Teilnehmer durchaus als Leitspruch gepasst. Auf der Bühne standen unter anderem die örtlichen Pfarrer George Spanos und Albert Miorin, Bürgermeister Thomas Herker, Vize-Bürgermeister und Landtags-Kandidat Albert Gürtner (FW), der Dritte Bürgermeister und DGB-Vertreter Roland Dörfler (Grüne), ÖDP-Stadtrat Reinhard Haiplik, GfG-Stadtrat Manfred "Mensch" Mayer und SPD-Kreisrat Florian Simbeck. Gekommen war auch die Landtags-Kandidatin Eva Bulling-Schröter (Linke) aus Ingolstadt.

 

Außerdem auf der Bühne: Kathleen Simermann von der hiesigen Kleiderkammer, Andre Gersdorf vom Bezirksjugendring, Volker Hoppe vom AWO-Kreisverband, Bernd Duschner vom Verein "Freundschaft mit Valjevo", Helmut Muthig vom hiesigen Energie- und Solarverein, Andreas Herschmann von der Bürgerenergie-Genossenschaft Pfaffenhofen, Schauspieler Tommy Schwimmer und Andreas Weinek, der Geschäftsführer des Fernseh-Kanals "History". 

Einen Bericht zu der AfD-Kundgebung sowie ein erstes Fazit der Polizei zu beiden Veranstaltungen lesen Sie hier: AfD-Wahlkampf auf dem Hauptplatz: Kritik an Kirche, Staat und CSU

Bisherige Beiträge zum Thema:

Sicherheits-Bedenken bei der AfD: Meuthen spricht nicht in Pfaffenhofen

"Pfaffenhofen ist bunt": Gegen-Kundgebung zu AfD-Veranstaltung

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