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Ist die Ingolstädter Gunvor-Raffinerie von den Sanktionen gegen den Kreml betroffen? 

(ty) Bekommt Ingolstadt die Folgen der Krimkrise ganz hautnah zu spüren? Laut Handelsblatt könnte das durchaus sein. Grund dafür: Die Raffinerie von Gunvor. Denn dem Schweizer Ölhändler Gunvor, der die Raffinerie 2012 von Petroplus übernommen hatte, werden enge Kontakte zum Kreml nachgesagt, die so weit gehen, dass Wladimir Putin direkt an dem Konzern beteiligt sein soll. Das allerdings bestreitet der Konzern.

Unternehmensgründer Gennady Timchenko steht ob seiner Kreml-Nähe in jedem Fall auf der Liste der Personen, gegen die im Rahmen der Aktionen gegen Russland Einreisebeschränkungen und Kontensperrungen ausgesprochen wurden. Timchenko hat zwar sofort nach Bekanntgabe der jüngsten Sanktionen seine Anteile an Gunvor an seinen Partner Torbjorn Tornqvist verkauft. Die Situation könnte dennoch dazu führen, dass Öl-Unternehmen, Händler und Banken auf Abstand zu Gunvor gehen. Das jedenfalls vermutet das Handesblatt.

Gunvor war im Jahr 2000 gegründet worden, um russisches Öl zu verschiffen und ist heute einer der weltweit größten Rohstofflieferanten. Sollten Geschäftspartner tatsächlich auf Distanz zu Gunvor gehen, könnte das – so das Handelsblatt – Milliardenverluste bedeuten.

Die Ingolstädter Gunvor-Raffinerie ist wie berichtet gerade dabei, die Anlagen Schritt um Schritt herunterzufahren, um sie warten zu können beziehungsweise im Fall der Wasserstoffanlage vom TÜV überprüfen zu lassen. Die Wartungsarbeiten, deren Kosten im zweistelligen Millionenbereich liegen, sollen bis Anfang April abgeschlossen sein.


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