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Herbert Hafner zeigt ab Freitag in der städtischen Galerie von Pfaffenhofen Fotos jenseits des allgegenwärtigen digitalen Trends

(ty) Es wird eine ungewöhnliche Ausstellung, die der Passauer Herbert Hafner ab Freitag, 2. Oktober, in der städtischen Galerie von Pfaffenhofen zeigt: Fotos jenseits des allgegenwärtigen digitalen Trends, fokussiert auf den physikalischen und chemischen Kontext der ursprünglichen Fotografie. 

Hafner möchte allerdings nicht die modernen Entwicklungen mit der digitalen Technik in der aktuellen Fotografie verteufeln, liefern sie doch wichtige und neue Möglichkeiten der Bildbearbeitung und sind vor allem im professionellen Bereich nicht mehr wegzudenken. Aber für Hafner sind diese Entwicklungen dennoch mit einem Verlust verbunden: Der rein physikalische und chemische Vorgang, der quasi magische Prozess im Labor, verschwindet angesichts der digitalen Bearbeitung der Bilder. 

So widmet sich der ehemalige Kunstlehrer dieser magischen und künstlerischen Seite der Fotografie und nutzt die Gestaltungsmöglichkeiten, die sich bei der Arbeit im Labor bieten und die nur dort in diesem Ambiente entstehen können. Hafner bleibt nah am Ursprung der Fotografie, die der Wortbedeutung im Griechischen nach „Malen mit Licht“ bedeutet.

 

Ein Beispiel dieser Arbeit sind dabei die „Lightscribes“: Durch eine speziell entwickelte Technik gelingt es, die Bewegung einer Lichtquelle als lineare Zeichnung umzusetzen und festzuhalten. Dies ist ein mechanischer, physikalischer Vorgang, der jedoch individuell gestaltet werden kann und so eine Vielfalt an Kreationen ermöglicht, bei denen jedes Bild ein Unikat ist. Es entsteht also eine Art abstrakte Photographie, die den ursprünglichen Prozess der Abbildung nutzt, um Motive – wie in der abstrakten Malerei – entstehen zu lassen. 

Ergänzend dazu zeigt Hafner, der sich bereits seit 1980 mit analoger Fotografie beschäftigt, in der Ausstellung neben weiteren auf chemischer und mechanischer Manipulation von unbelichtetem Filmmaterial basierenden Bildern auch gegen-ständliche, analoge Schwarz-Weiß-Bilder. 

Herbert Hafners fotografische Arbeiten waren bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen, unter anderem in München, Deggendorf, Budweis oder Cagnes sur Mer. In Pfaffenhofen zeigt er seine Bilder nun in der städtischen Galerie im Haus der Begegnung. Die Vernissage der Ausstellung „Fotografie ohne Film und Pixel“ findet am Freitag, 2. Oktober, um 19.30 Uhr statt. Die Ausstellung kann dann bis einschließlich Sonntag, 25. Oktober, besucht werden. Die Galerie ist von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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