Logo
Anzeige
Anzeige

Ludwig Wayand (CSU), Bürgermeister von Baar-Ebenhausen, blickt auf ein aufreibendes und aufwühlendes Jahr zurück und sagt, was in seiner Gemeinde ansteht.

(ty) Es ist gute Tradition, dass sich die Bürgermeister zum Jahresende mit Weihnachts- und Neujahrsgrüßen an ihre Bürger wenden, oft wird das verknüpft mit einer Rückschau und einem Ausblick. Unsere Zeitung veröffentlicht die Ausführungen der 19 Rathaus-Chefs im Landkreis Pfaffenhofen im Wortlaut. Hier lesen Sie die Gedanken von Ludwig Wayand (CSU), Gemeinde-Oberhaupt von Baar-Ebenhausen.

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und Weihnachten sowie der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Nach einem aufreibenden und aufwühlenden Jahr in vielen Bereichen freuen wir uns auf Feiern im Familien- und Freundeskreis und auf ein paar geruhsame arbeitsfreie Tage. Der Jahresausklang lädt dazu ein, noch einmal zurück, aber auch nach vorn zu blicken. Wo stehen wir, was haben wir erreicht, was streben wir an für das neue Jahr 2017?

Ich freue mich, zum Jahresausklang sagen zu können: Die Gemeinde Baar-Ebenhausen steht gut da. Erstmals in meiner Amtszeit darf ich verkünden, dass die Pro-Kopf-Verschuldung am 1. Januar 2017 null Euro betragen wird. Wir haben keine Schulden mehr, was wahrlich nicht viele andere Kommunen von sich behaupten können. So viele Bürgerinnen und Bürger von Baar-Ebenhausen wie schon lange nicht mehr haben einen guten Arbeitsplatz und die allermeisten Jugendlichen haben bald nach ihrem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz gefunden.

Viele Menschen haben neue Perspektiven gewonnen, Leistung und Initiative haben sich ausgezahlt. Ein gutes Signal für unsere Zukunft ist, dass wir in vielen Belangen wachsen und dadurch mehr Einwohner haben. Der Anstieg auf jetzt 5330 Bewohnerinnen und Bewohner geht zum einen darauf zurück, dass bei uns infrastrukturmäßig vieles gut ausgerichtet ist. Zudem wurden neue Baugebiete ausgewiesen; Bürgerinnen und Bürgern wurden damit weitere attraktive Baulandangebote gemacht, die von Menschen und Unternehmen auch aus anderen Orten und anderen Ländern angenommen wurden.

Viele Geschehnisse und Entwicklungen waren 2016 für unseren Ort von großer Bedeutung, doch das herausragendste Ereignis war sicher der Bau und die Einweihung unseres Seniorenkomplexes an der Jahnstraße. Ein weiteres unvergessliches Ereignis war der Munitionsfund. In einem beeindruckenden, professionellen Zusammenspiel der Einsatzkräfte haben wir dies ohne Schaden gemeistert. Hier möchte ich noch meinen beiden Feuerwehren einen großen Dank für ihren Einsatz aussprechen. 

Explosiver Fund. Bei Aushub-Arbeiten im Neubaugebiet nahe der Bahnlinie waren zirka 100 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden.

Die Gemeinde war in diesem Jahr in der Lage, viele zukunftsweisende Vorhaben umzusetzen und auf den Weg zu bringen. Exemplarisch möchte ich nur drei Projekte herausgreifen: Als Erstes bin ich sehr erfreut über die bauliche Entwicklung der Hochwasserfreilegung. Bis zum Sommer 2017 werden wir den Bauabschnitt II in Ebenhausen abgeschlossen haben und somit für diesen Ortsteil den kompletten Schutz gewährleisten können.

Als Zweites nenne ich die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Baar. Die Unterbringung der Einsatzleitung der Kreisbrandinspektion ging einher mit der notwendigen Verbesserung des in die Jahre gekommenen Feuerwehrgerätehauses. Gerade der nördliche Landkreis mit seinen Störfallbetrieben, aber auch die Gemeinde Baar-Ebenhausen und die Freiwillige Feuerwehr Baar werden davon positiv profitieren. 

Als Letztes möchte ich die notwendige Kanalbaustelle des ABV in der Jahnstraße ansprechen. Die Vergrößerung des Querschnittes und notwendige Sanierungen des bestehenden Kanalnetzes machten diese Maßnahme unumgänglich. Ich bin sehr froh, Ihnen mitteilen zu können, dass nach einer neunmonatigen Bauphase dies in 2016 noch fertig gestellt werden wird. Im gleichen Atemzug möchte ich mich bei allen Betroffenen entschuldigen! Es waren viele Unannehmlichkeiten, welche Sie ertragen mussten. Jedoch ist dies ein wichtiger Beitrag, Baar-Ebenhausen sicherer für die Zukunft auszustatten. Diese und noch einige andere Aktivitäten werden die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger verbessern und die Gemeinde Baar-Ebenhausen gestärkt in die Zukunft blicken lassen. 

Wir sind auf einem guten Weg. Und diesen erfolgreichen Kurs werden wir auch im kommenden Jahr fortsetzen. Ich kann versichern, dass sich die Gemeinde und der Gemeinderat sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung all ihren Aufgaben mit voller Kraft widmen. In vielen Bereichen stehen weitere Herausforderungen an. Neben der weiteren Integration der Geflüchteten wird es vorrangig im Bausektor um die Fertigstellung unserer Baugebiete „Am Sägewerk“ und „Am Getreidelager“ gehen. Aber auch der Ausbau der Breitbandversorgung soll in 2017 abgeschlossen werden, gerade weil dies vielen Bürgerinnen und Bürgern auf den Nägeln brennt.

Eine neue, nicht unwesentliche Aufgabe wird die Realisierung des „Leader“-Projektes „Ebenhausener Weiher“ sein. Die Verbesserung des Bildungsangebotes stand wieder ganz oben auf der Agenda. Im Schulbereich unserer Grundschule stand der Beschluss des Gemeinderates, das Ganztagsangebot zu verbessern. Dies führte dazu, dass  wir im Herbst die „Offene Ganztagschule“ genehmigt bekommen haben und für das Schuljahr 2016/17 drei Ganztags- und zwei Halbtagsgruppen in Zusammenarbeit mit der Caritas ins Leben rufen konnten. Aber auch in 2017 werden wir weitere Verbesserungen zusammen mit dem neuen Schulleiter, Ralf Strohmeier, vorantreiben. Hier sei vorrangig die Erneuerung der Schulsportanlage angesprochen. 

Das kommende Jahr ist ein Wahljahr: Im Herbst steht die Wahl des Bundestages und damit einer neuen Regierung an. Schon am 7. Mai wird bei uns ein neuer Landrat gewählt. Bei den Wahlen geht es um die Weichenstellung für die künftige Politik. Deshalb möchte ich schon jetzt an Sie appellieren, Ihr Wahlrecht zu nutzen. Gehen Sie wählen. Ihre Stimme zählt.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vieles von dem, was wir in diesem Jahr erreicht haben, geht auf Initiativen und Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Baar-Ebenhausen, unserer Vereine und unserer kirchlichen Einrichtungen zurück. Ich möchte hier für 2016 besonders auf das Engagement unseres Asylhelferkreises verweisen. Ich bin sehr dankbar für die Willkommenskultur, die sich in unserer Gemeinde, gerade auch durch das Engagement dieser Menschen, entwickelt hat. Diese Verbundenheit mit Baar-Ebenhausen, dieser Gemeinsinn, dieses ehrenamtliche Engagement sind eine große Stärke unserer Gemeinde.

Danken möchte ich auch allen Menschen, die an den Feiertagen arbeiten und selbst am Heiligen Abend für alle anderen den Betrieb aufrechterhalten. Den Busfahrern und Feuerwehrleuten, den Ärzten und Pflegekräften, unseren Männern vom Bauhof und den Stadtwerken. Und nicht zuletzt allen Menschen, die sich gerade an Weihnachten um Andere, um Bedürftige oder Alleinstehende kümmern.


 
Ein Wort des Dankes darf ich aussprechen den Verantwortlichen in Industrie, den Geschäftsleuten, all unseren Verbänden und Institutionen, unseren Schulen, Kirchen, der gemeindlichen Verwaltung, unserem Bauhof, dem Forstamt, den Stadtwerken und dem Seniorenzentrum. Nicht zuletzt gebührt mein besonderer Dank den Mitgliedern des Gemeinderats und den Bürgermeistern für das Zusammenwirken zum Wohle unserer gesamten Bevölkerung.

Baar-Ebenhausen ist ein lebens- und liebenswerter Ort. Wir haben viele Stärken, wir stehen zusammen. Darauf können wir bauen. Und deshalb können wir mit Zuversicht ins neue Jahr blicken. Wir leben in einer Zeit, in der es darauf ankommt, mehr Solidarität zu üben. Jeder muss sich auf sein Leistungsvermögen und auf seine Verantwortung für sich, für andere und für das Ganze besinnen. Um die Probleme lösen zu können, die auch im neuen Jahr auf uns zukommen werden, brauchen wir alle auch wieder den guten Willen. 

Bevor wir uns im Jahr 2017 wieder an die Arbeit machen,
wünsche ich Ihnen allen zunächst eine besinnliche, stille, aber auch erwartungsvolle Zeit sowie ein frohes, friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben. Nutzen Sie die kommenden Tage zur wohlverdienten Muße und zum Ausspannen. Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen Gesundheit, Zufriedenheit, Erfolg und Gottes Segen.

Ludwig Wayand,

Bürgermeister von Baar-Ebenhausen“

Weihnachtsgrüße aus anderen Gemeinden:

"Sicher kein Jahr wie jedes andere" (Ilmmünster) 

"Wir konnten einiges bewegen" (Pörnbach)

"Was für ein Jahr!" (Wolnzach)

"Die Welt wird immer hektischer, verrückter und unberechenbarer" (Ernsgaden)

"Sorgen bereitet mir der gesellschaftliche Wandel" (Geisenfeld)

"Die sich bietenden Chancen weiterhin konsequent nutzen" (Reichertshofen) 


Anzeige
RSS feed