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Bei der Taschengeld-Auszahlung eskalierte die Situation. Großaufgebot der Polizei rückte an. Mehrere Verletzte.

(ty) Zu einem größeren Tumult ist es heute im bayerischen Transit-Zentrum Manching-Ingolstadt auf dem Kasernen-Gelände in Oberstimm gekommen. Nach Angaben der Polizei versuchten Asylbewerber gewaltsam in die Räume einzudringen, in denen gerade das Taschengeld ausgegeben wurde. Das Personal des Pfaffenhofener Landratsamts sowie auch die Sicherheitsleute verbarrikadierten sich in ihrer Not. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Ermittelt wird jetzt wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung.

 

Zugetragen haben sich diese beklemmenden Szenen am heutigen Vormittag gegen 11 Uhr „Am Hochfeldweg“ in Ingolstadt – so lautet die offizielle Anschrift der Max-Immelmann-Kaserne im Manchinger Ortsteil Oberstimm. Das Areal liegt zum Teil auf Ingolstädter sowie zum Teil auf Manchinger Gebiet und ist einer von mehreren Standorten des bayerischen Transit-Zentrums Manching-Ingolstadt. 

Jedenfalls erfolgte nach Angaben der Polizei heute in einem Gebäude dieser Unterkunft die alle 14 Tage stattfindende Ausgabe des Taschengelds an etwa 100 wartende Personen. Diese Auszahlung erfolgt nach dem so genannten Asylbewerber-Leistungsgesetz. Im Verlaufe dieser Geldausgabe habe sich ein Tumult unter den Wartenden entwickelt. Warum die Situation derart eskalierte, das sei noch unklar, teilte die Polizei mit.

 

Wie ein Sprecher der Inspektion Ingolstadt berichtet, wurde von den wartenden Personen versucht, gewaltsam in die Räume der Auszahlungsstelle einzudringen. „Hierzu benutzten sie auch herausgehobene Sperrgitter, um die mittlerweile verschlossenen Türen einzurammen.“ Das Auszahlungs-Personal vom Landratsamt Pfaffenhofen sowie die Mitarbeiter des Sicherheits-Dienstes hätten sich mittlerweile in den Büroräumen verbarrikadiert gehabt. „Um ein gewaltsames Eindringen der Menschenmenge zu verhindern, wurde durch Mitarbeiter des Sicherheits-Dienstes auch Pfefferspray eingesetzt.“

 

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit insgesamt 17 Fahrzeugen, darunter auch mehrere Hundeführer, im Einsatz und konnte nach ihrem Eintreffen, die Situation angeblich schnell beruhigen. „Insgesamt wurden nach bisherigen Erkenntnissen zwei Mitarbeiter des Sicherheits-Dienstes und vier Bewohner der Unterkunft leicht verletzt“, hieß es am späten Nachmittag in einer Pressemitteilung. Am Gebäude sei ein Sachschaden in Höhe von etwa 500 Euro entstanden. Die Inspektion Ingolstadt ermittelt jetzt wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzungsdelikten und Sachbeschädigung.


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