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Ernsgaden: Bürgermeister Karl Huber (CSU) blickt auf das zu Ende gehende Jahr in seiner Gemeinde und benennt die großen Themen.

(ty) Es ist gute Tradition, dass sich die Bürgermeister zum Jahresende mit Weihnachts- und Neujahrsgrüßen an ihre Bürger wenden, oft wird das verknüpft mit einer Rückschau und einem Ausblick. Unsere Zeitung veröffentlicht auch heuer wieder die Ausführungen aller 19 Rathaus-Chefs aus dem Landkreis Pfaffenhofen im Wortlaut. Nachfolgend lesen Sie die Gedanken von Karl Huber (CSU), Gemeinde-Oberhaupt von Ernsgaden:

"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Ende des Jahres ist man geneigt – wohl auch motiviert durch die Stimmung rund um Weihnachten – Bilanz zu ziehen, auf das zu Ende gehende Jahr zurück zu blicken sowie für das neue Jahr Pläne zu machen und Wünsche zu formulieren. Dies gilt traditionell auch für das öffentliche Leben in der Gemeinde, in der sich auch in diesem Jahr wieder viel bewegt hat.

Was wir uns in den vergangenen Jahren immer wieder gewünscht haben, ist eingetreten: Die Geburtenrate hat deutlich zugenommen, so dass wir im Laufe des Jahres eine fünfte Gruppe im Kindergarten bekamen. Gleichzeitig hat der Gemeinderat beschlossen, aufgrund der nach wie vor positiven Geburten-Entwicklung und der Zuzüge von jungen Familien nach Ernsgaden einen zweiten Kindergarten zu bauen. Dieser soll nächstes Jahr nördlich des Baugebietes 'Mittergret' errichtet werden. Auch die Kinderkrippe ist sehr gut ausgelastet.

In unserer Grundschule wächst die Kinderzahl ebenso und sie ist so gut ausgelastet wie schon lange nicht mehr. Ab dem nächsten Jahr werden voraussichtlich alle Jahrgangsstufen zweizügig sein, was die Unterrichts-Voraussetzungen aus verschiedenen Gründen deutlich verbessert.

Das Thema 'Bauen und Wohnen' bewegt, angesichts der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Preise für Baugrundstücke und Mieten, viele Menschen. Da unser Landkreis zu den wirtschaftsstärksten in ganz Deutschland zählt, ist auch der Zuzug von Menschen, die hier gute Arbeitsplätze finden, ungebrochen. Um die Preisspirale nicht noch weiter nach oben treiben zu lassen, hilft es nach meiner Ansicht nur, weiterhin Bauland vor allem für Einheimische auszuweisen, damit das Angebot erhöht wird und der Preisdruck nachlässt. Dies wird sich früher oder später auch beim Preisniveau positiv bemerkbar machen.

Wir haben heuer im Baugebiet 'An der Hochstraße' 17 Bauplätze erschlossen. Diese werden jetzt in einem so genannten Umlegungs-Verfahren für die Zuteilung an die jeweiligen Eigentümer vorbereitet. Der Verkauf der gemeindlichen Baugrundstücke wird voraussichtlich im ersten Quartal erfolgen. Dafür sind bereits zahlreiche Bewerber vorgemerkt. Interessenten können sich die Antrags-Formulare auf der Internetseite der Gemeinde herunterladen und diese bei der Gemeinde einreichen. Der Verkaufspreis für die gemeindlichen Grundstücke wurde vom Gemeinderat auf 270 Euro zuzüglich Erschließung festgelegt.

Die Planungs- und Vorbereitungsphase für das barrierefreie Seniorenwohnen auf dem ehemaligen Bauhofgelände an der Graf-Ernest-Straße ist abgeschlossen. Demnächst beginnen die Bauarbeiten für die insgesamt elf Wohnungen mit einem Gemeinschaftsraum und den üblichen Außenanlagen. Es ist das bisher größte Bauprojekt der Gemeinde. Wir bekommen einen großzügigen Zuschuss von 30 Prozent aus einem Förderprogramm des Freistaats Bayern und ein sehr günstiges Darlehen. Für deutlich über die Hälfte der Wohnungen gibt es bereits Vormerkungen, es können sich aber noch weitere Bürgerinnen und Bürger für die Belegung melden.

Beraten wird derzeit im Gemeinderat der weitere Ausbau eines Glasfaser-Netzes, der von der Gemeinde in eigener Regie durchgeführt werden muss, wenn es höhere Übertragungs-Geschwindigkeiten geben soll. Derzeit ist die Gemeinde laut Angaben der Telekom mit Übertragungsraten von bis zu 100 MBit pro Sekunde ausgestattet. Laut Festlegung der Europäischen Union und der Bundesregierung gilt man bei Übertragungs-Geschwindigkeiten von maximal 30 MBit pro Sekunde als gut erschlossen. Daher hat die Telekom keine Pläne, in Ernsgaden ein Glasfaser-Netz zu bauen. Einzige Möglichkeit, um in diesem Bereich voranzukommen, ist der eigene Ausbau durch die Gemeinde über mehrere Jahre hinweg. Derzeit gibt es dazu eine staatliche Förderung von 70 Prozent der Baukosten, 30 Prozent wäre der Eigenanteil der Gemeinde.

Belastend ist derzeit der Hubschrauberlärm, der im Laufe des Jahres rund um den Flugplatz Manching deutlich zugenommen hat. Hier laufen auf verschiedenen Ebenen Bemühungen, die Nutzung des Flugplatzes wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Die Bürokratie verzögert leider Lösungen, die für die Anwohner eine deutliche Erleichterung bringen würden. Ich hoffe, dass dies in absehbarer Zeit durch die Bundeswehr als Betreiber des Flugplatzes gelöst werden kann. Dabei steht nicht weniger auf dem Spiel als das Vertrauen und das gute Miteinander zwischen den Flugplatz-Nutzern und dem Umland sowie die Akzeptanz des Flugplatzes insgesamt durch die Bevölkerung.

Unabhängig davon gab es natürlich auch viele andere Dinge, die im Laufe des Jahres entschieden wurden und geregelt werden mussten. Ich hoffe, dass Ihre Erwartungen weitestgehend erfüllt wurden.

Am Jahresende möchte ich allen sehr herzlich danken, die sich um den Fortgang der Dinge kümmern und die haupt- oder ehrenamtlich mitarbeiten und in diesem Zusammenhang mehr tun, als ihre Pflicht ist: den Mitgliedern des Gemeinderats, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde, der Verwaltungs-Gemeinschaft, den Behörden und den Kirchen. Ich danke herzlich den Vorsitzenden und rührigen Helfern in den Vereinen und karitativen Organisationen, der Polizei, der Feuerwehr und allen, die guten Willens sind und sich für die Gemeinschaft einsetzen!

Ihnen allen wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr!

Herzliche Grüße,

Karl Huber"

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