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Herzensangelegenheit: Spenden-Armband-Aktion von Lisa und Wolfgang Ultes mit dem FC Ingolstadt soll behinderte und nicht behinderte Fans zusammenbringen

(ty/zel) Lisa ist seit vielen Jahren ein treuer Fan des FC Ingolstadt und auch Mitglied der „Schanzer Rollis“. Schon in der vergangenen Saison, die für den Klub mit dem Aufstieg in die Bundesliga endete, sorgte Lisa für Schlagzeilen. Denn sie hatte einen großen Traum – und der wurde schließlich wahr. Lisa sammelte nämlich so viele Spenden, dass am letzten Spieltag zwei Busse mit behinderten und nicht behinderten Kindern gemeinsam zum Match nach Kaiserslautern fahren konnten. Jetzt haben Lisa und ihr Vater Wolfgang, der Vorsitzende der „Schanzer Rollis“, eine noch viel größere Aktion gestartet: „Es geht wieder darum, dass sich behinderte und nicht-behinderte Menschen gemeinsam helfen und unterstützen“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. 

„Mich macht es stolz, wie Lisa das durchzieht“, sagte Wolfgang Ultes im vergangenen Jahr angesichts der Spenden-Sammel-Aktion seiner Tochter. „Es ist ja für eine Behinderte im Rollstuhl nicht leicht und alltäglich, solche Strecken zurückzulegen.“ In der Tat: Für Lisa war kein Weg zu weit, um ihren FC Ingolstadt zu unterstützen und ihr Ziel zu erreichen. Sie begleitete die Schanzer zu zahlreichen Auswärtsspielen und addierte dabei die zurückgelegten Kilometer. Mit ihrem Vater hatte sie sich das Ganze ausgedacht: Sie sammelte Geld für behinderte und nicht-behinderte Kinder, damit alle zusammen zum Saison-Finale nach Kaiserslautern fahren konnten.  

Lisa und ihr Vater Wolfgang Ultes.

Lisa hatte sich – wie berichtet – zum Ziel gesetzt, im Laufe der Saison 5000 Euro zusammenzubekommen. Beziehungsweise 5000 Kilometer zu sammeln. Denn sie wollte für jeden Kilometer, den sie ihren FC Ingolstadt begleitete, einen Euro sammeln. Und mit diesem Geld wurde dann die Bus-Fahrt nach Kaiserslautern bezahlt. So brachten Lisa und ihr Vater behinderte und nicht-behinderte Kinder zusammen. Denn für Wolfgang Utes hatte die Aktion seiner Tochter eine ganz besondere Symbolik: „Eine Behinderte sammelt spenden für Behinderte und Nichtbehinderte“ – das war die Botschaft. 

Viele werden sich noch erinnern: Lisa sammelte Kilometer wie ein Weltmeister. Nimmt man die Fahrt nach Kaiserslautern dazu, hatte sie – das hat ihr Vater ausgerechnet – sage und schreibe 9850 Kilometer zurückgelegt, um ihren FC auch auswärts zu unterstützen. Vor allem aber sammelte Lisa so viel Geld ein, dass statt einem Bus gleich zwei nach Kaiserslautern fahren konnten – und dass auch die Eintrittskarten sowie Brotzeit und Getränke bezahlt waren. Rund 100 behinderte und nicht-behinderte FCI-Fans konnten so kostenlos ihre Schanzer begleiten. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz hatte sich Lisa damit aber selbst das größte Geschenk gemacht.   

So sehen die Spenden-Armbänder aus.

Jetzt haben Lisa und ihr Vater die nächste Aktion umgesetzt, sie dürfte für ein noch viel größeres und nachhaltigeres Echo sorgen. Denn jetzt gibt es Armbänder in den Vereinsfarben Rot-Schwarz. Mit dem Aufdruck „Herzensangelegenheit“ und „Gemeinsam einfacher  – Gemeinsam stark“. Wie Ultes betont, findet die Aktion gemeinsam mit dem Verein statt. „Es geht darum, dass sich behinderte und nicht-behinderte Menschen gemeinsam helfen und unterstützen“, erklärt er.

Die Armbänder werden gegen eine Spende von jeweils zwei Euro ausgegeben – natürlich darf man gerne mehr geben. „Die ganzen Spenden werden für einen guten Zweck verwendet, für gemeinsame Aktionen von behinderten und nicht-behinderten Menschen “, versichert Wolfgang Ultes. So sollen zum Beispiel wieder Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam ein Auswärtsspiel des FC Ingolstadt besuchen können.

Erinnerungsfoto aus der Aufstiegs-Saison: Lisa mit den Jungs vom FCI.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt Wolfgang Ultes, was hinter den Aufschriften „Herzensangelegenheit“ und „Gemeinsam einfacher – Gemeinsam stark“ steckt: „Für Lisa ist es eine Herzensangelegenheit, Menschen mit und ohne Handicap zusammenzubringen“, sagt er. „Und gemeinsam geht halt vieles einfacher, gemeinsam ist man stärker als alleine.“ 

Die Bänder gibt es in den Fanshops des FC Ingolstadt sowie in Ingolstadt auch im Café Mohrenkopf um im Sport-Treff Senner. Außerdem kann man sich auch direkt an Wolfgang und Lisa Ultes wenden. Wer eine Spendenquittung möchte, bekommt diese über den Förderverein „Ingolstädter Rollstuhl-Fahrer e.V.“ ausgestellt. 

Wer Kontakt mit Wolfgang Ultes aufnehmen will, kann sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter der Nummer 01 72 – 86 61 63 5 mit ihm in Verbindung setzen. Infos zu den „Schanzer Rollis“ gibt es unter www.schanzer-rollis.de

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