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Flächenschutz-Bündnis informiert heute Abend in Pfaffenhofen über den Stand der Dinge. Rund 38 Hektar großes Gewerbe- und Industrie-Gebiet war im vergangenen Jahr per Bürgerentscheid verhindert worden.

(ty) Die Interessen-Gemeinschaft "Stoppt den Flächenfraß am Kuglhof", zu der sich "Bund Naturschutz" (BN), ÖDP und die Wähler-Gruppe "Gemeinsam für Gemeinwohl" (GfG) zusammengefunden hatten, verhinderte bekanntlich im vergangenen Jahr per Bürgerentscheid, dass vor den Toren der Kreisstadt ein rund 38 Hektar großes Industrie- und Gewerbe-Gebiet entsteht. Aus der Interessen-Gemeinschaft ging mittlerweile das "Bündnis Flächenschutz Landkreis Pfaffenhofen" hervor. Das sieht nun den aus seiner Sicht vor knapp einem Jahr errungenen Erfolg gefährdet und kritisiert, "dass der Wille der Bürgerinnen und Bürger wohl nicht nur nicht respektiert, sondern sogar konterkariert werden soll". Unter dem Motto "Kuglhof II – und kein Ende" findet deshalb am heutigen Freitagabend, 22. März, eine "Info-Veranstaltung zum Stand der Dinge" statt. Beginn ist um 19 Uhr im Hofberg-Saal.

Das Flächenschutz-Bündnis erinnert an die deutlichen Ergebnisse der Bürgerentscheide, die das Vorhaben "Kuglhof II" – hinter dem nahezu der gesamte Stadtrat gestanden hatte – im vergangenen Jahr gestoppt hatten. "Fruchtbarer Ackerboden darf also nach dem Willen der Bürgerinnen und Bürger weiterhin als CO2- und Wasser-Speicher, als kühlende Frischluft-Schneise und natürlich als landwirtschaftliche Anbau-Fläche zur regionalen Lebensmittel-Versorgung existieren", fasst das Bündnis zusammen. "Stimmen, gerade aus der Stadtverwaltung und aus dem Stadtrat, sind trotz des Votums der Bürgerinnen und Bürger jedoch keineswegs verstummt, doch noch gewerbliche Flächen auf dem Kuglhof-Areal zu planen und zu errichten."

In einer Presse-Mitteilung proklamiert das Flächenschutz-Bündnis wörtlich: "Mehrere unabhängige Quellen berichten zudem, dass Investoren/Spekulanten bereits vor Monaten Grundstücks-Käufe auf dem Gelände getätigt haben und weitere Abschlüsse vorbereiten, um sich entsprechende Flächen zu sichern. Dies alles geschah und geschieht weit vor Ablauf der Ein-Jahres-Frist, in der der Bürgerentscheid, der das geplante Industrie- und Gewerbe-Gebiet klar abgelehnt hat, formell gültig ist." Das Bündnis für Flächenschutz findet: "Durch solches Vorgehen kommt klar zum Ausdruck, dass der Wille der Bürgerinnen und Bürger wohl nicht nur nicht respektiert, sondern sogar konterkariert werden soll."

Das Flächenschutz-Bündnis hat es sich nach eigenem Bekunden zur Aufgabe gemacht, "die Öffentlichkeit über neueste Entwicklungen bezüglich Flächenschutz zu informieren, Stellung zu beziehen, aber auch konstruktiv nachhaltige und resiliente Lösungswege und Entwicklungs-Potentiale aufzuzeigen". Die Sprecherinnen und Sprecher des Bündnisses – Christine Janicher-Buska von der hiesigen BN-Ortsgruppe, Judith Neumair vom ÖDP-Kreisverband und Manfred "Mensch" Mayer von der GfG – laden vor dem genannten Hintergrund für den heutigen Freitagabend zu der Informations-Veranstaltung in den Hofberg-Saal in der Kreisstadt ein, die allen Interessierten offensteht.

In einer kurzen Rückblende werde aufgezeigt, dass sich in Sachen Flächenfraß doch allgemein gesehen alle relevanten Akteure einig gewesen seien. "Doch dann kam die Fläche vor der eigenen Haustüre mit Namen 'Kuglhof II' und die Einigkeit war nicht nur schnell vorbei, sondern es kriselte ganz gewaltig." Laut Ankündigung wird heute Abend über den Stand der Dinge informiert und darüber, "was sich seit dem Bürgerentscheid tatsächlich geändert hat". Zudem werde die Agenda des Flächenschutz-Bündnisses klar zum Ausdruck gebracht: Man arbeite weiterhin daran, "dass die Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen und die Beeinträchtigung der landwirtschaftlichen Betriebe auf dem gesamten Kuglhof-Areal dauerhaft verhindert wird". 

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